Rituale, kindgerechte Sprache und verschiedene Trainingsmethoden – Jugendtrainer haben deutlich mehr Aufgaben, als nur am Seitenrand zu stehen und die Kinder spielen zu lassen. Wie genau die Trainer des RSV Listertal ihren Trainingsalltag mit den kleinen Kickern besser gestalten können, zeigten die Experten am Montagabend, 9. März, beim Besuch des DFB-Mobils auf dem Sportplatz Hunswinkel.

Zielgruppe des DFB-Mobils sind die F- und E-Junioren – ein Alter, in dem manchmal auch erzieherische Maßnahmen notwendig sind: „Wir sind Pädagogen. Wir erziehen sie zwar nicht für zu Hause, aber wir müssen ihnen trotzdem etwas mit auf den Weg geben", erklärt Julian Hesse. Zusammen mit Omid Asadollahi war er am Montagabend beim RSV Listertal zu Gast, um die Meinerzhagener Jugendtrainer mit wertvollen Tipps zu unterstützen.

Das DFB-Mobil war zu einer besonderen Trainingseinheit beim RSV Listertal zu Gast.
Foto: Jung

Allgemeine Grundsätze und Trainer als Vorbilder

Trainer sind für die jungen Fußballer besonders wertvoll: „Die Kinder haben Spaß am Fußball gefunden und sind neugierig, Dinge mit dem Ball auszuprobieren. Sie wollen sich mit ihren Mitspielern messen und schauen dabei oft zu ihren Vorbildern auf – den Trainern", so lautet die Trainingsphilosophie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für den Fußballnachwuchs.

Die Trainer sollten dabei auch einige allgemeine Grundsätze beachten, heißt es weiter. Es sei wichtig, den Spaß am Fußball zu fördern, klare Regeln aufzustellen, lange Wartezeiten zu vermeiden und viele Ballkontakte zu ermöglichen. Außerdem sollten Spiele und Übungen abwechslungsreich gestaltet sein, Übungen kurz erklärt und vorgemacht sowie einfache Organisationsformen gewählt werden.

Die jungen Fußballer hatten bei der besonderen Trainingseinheit viel Spaß.
Foto: Jung

Große Freude bei besonderer Trainingseinheit

Während der 19-jährige Julian Hesse in kleiner Runde mit den Jugendtrainern sprach, trainierte Omid Asadollahi die Listertaler. Große Freude strahlten die jungen Kicker aus, während die Trainingsmethoden des DFB umgesetzt wurden – viele Ballkontakte, feste Rituale und das Spielen in Kleingruppen auf kleine Tore.

Die besondere Trainingsarbeit hat nicht nur Spaß gemacht, sondern war auch anstrengend.
Foto: Jung

Auch die Eltern ließen es sich nicht nehmen, die besondere Trainingseinheit ihrer Kinder am Spielfeldrand persönlich zu verfolgen.

Die Eltern der kleinen Kicker verfolgten die Trainingseinheit begeistert.
Foto: Jung

Über das DFB-Mobil

Der Deutsche Fußball-Bund unterstützt seine Vereine dabei, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern – und kommt dafür direkt auf die Sportplätze. Mit seinen 30 DFB-Mobilen besucht der DFB seit Mai 2009 bundesweit Fußballvereine und ist auch in Grundschulen bei Fußball-AGs im Einsatz.

Ziel ist es, den Nachwuchstrainern – die oft noch nicht lizenziert sind – unkompliziert praktische Tipps zu geben und sie für weiterführende Ausbildungsangebote zu begeistern. Gleichzeitig werden alle Vereinsmitarbeiter über aktuelle Themen im Fußball informiert, darunter Qualifizierungsmöglichkeiten, Themen des jeweiligen Landesverbands und die Trainingsphilosophie Deutschland. So eröffnen sich zahlreiche Chancen für Vereine, aktiv zu werden und ihr Angebot zu verbessern.

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