Trotz rückläufiger Anbaufläche ist die Erdbeerernte in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr gestiegen: Rund 30.700 Tonnen wurden geerntet – ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus Zahlen von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hervor.
Der Grund für diese Entwicklung liegt im wachsenden Anteil des geschützten Anbaus. Während die gesamte Anbaufläche um drei Prozent auf 2382 Hektar sank, wurde die Produktion unter Folientunneln und in Gewächshäusern deutlich ausgeweitet. Dort seien Erträge und Qualität höher: Mit 24,9 Tonnen pro Hektar liegt die Produktivität mehr als doppelt so hoch wie im Freiland (11,8 Tonnen).
Insgesamt entfielen 13.800 Tonnen der Ernte auf den geschützten Anbau, 16.900 Tonnen wurden im Freiland produziert. Seit 2015 ist die Fläche unter Schutzabdeckungen um rund 70 Prozent gewachsen.
Mehr als ein Drittel des Anbaus im Regierungsbezirk Köln
Ein Schwerpunkt des Erdbeeranbaus liegt im Regierungsbezirk Köln: Mit 890 Hektar befindet sich dort mehr als ein Drittel der landesweiten Anbaufläche. Weitere große Anbaugebiete sind Münster, Detmold und Düsseldorf.
Die Zahlen stammen aus der jährlichen Gemüseerhebung, für die landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 0,5 Hektar Anbaufläche für Gemüse und Erdbeeren im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar Anbaufläche unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen regelmäßig befragt werden.









