Die Kreuzung, an der die Sauerfelder Straße auf die Hochstraße und die Hasleystraße trifft, gilt als neue Gefahrenstelle. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Unfallkommission hervor, der allerdings unterm Strich positiv ausfällt. Denn zum einen sind an besagter Stelle bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Und zum anderen hat sich die Situation an zwei anderen Risikopunkten für Zusammenstöße deutlich verbessert, während eine weitere Unfallhäufungsstelle der Vergangenheit angehört. Ein Überblick.
Kreuzung Hochstraße/Sauerfelder Straße/Hasleystraße
Als problematisch gilt seit kurzem das Linksabbiegen von der Hochstraße in Richtung Bräuckenkreuz bzw. Hasleystraße. Im Herbst und Winter 2025 ereigneten sich hierbei laut Unfallkommission Zusammenstöße, weil motorisierte Verkehrsteilnehmer Fußgänger übersehen hatten, die beim Überqueren der Straße zeitglich „Grün“ haben. Zu den Unfällen mit leichten Verletzungen sei es „jeweils bei Dunkelheit und nasser Fahrbahn“ gekommen, teilt die Kommission mit.
Abhilfe schaffen sollen die im Sommer erneuerte Markierung der Fußgängerüberfahrt und das Anbringen einer sogenannten „Kontrastblende“ an dem bereits vorhandenen Schutzblinker. Dieser warnt den Kraftverkehr davor, dass Passanten die Fahrbahn überqueren und dabei bevorrechtigt sind.
Rahmedestraße/Lösenbacher Landstraße
In der Vergangenheit kam es auf der Rahmedestraße häufiger zu Zusammenstößen in Höhe des REWE-Marktes. Dort führt die Rahmedestraße nach rechts hoch in Richtung Kreishaus. Wichtig dabei: Wer diesen Weg nehmen möchte, muss Fahrzeugen, die von der Lösenbacher Landstraße nach links auf die Rahmedestraße abbiegen, Vorfahrt gewähren. Ein gelber Warnblinker zeige die Regelung an, und auch ein „Vorfahrt achten“-Schild sei inzwischen aufgestellt worden, heißt es im Bericht der Unfallkommission. Außerdem soll der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW künftig für die Signalisierung des Rechtsabbiegers sorgen. Heißt: Künftig wird „Rot“ angezeigt, wenn der Verkehr von der Lösenbacher Landstraße Vorfahrt hat.
Bei Abbiegeunfällen immer Auswärtige beteiligt
Interessant ist, dass laut Kommission in alle Abbiegeunfälle auswärtige Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer verwickelt waren – womöglich als Folge der A45-Vollsperrung. Für 2025 nämlich, als der von der Autobahn kommende Verkehr bereits deutlich zurückgegangen war, sei an besagter Stelle nur noch ein Zusammenstoß beim Abbiegen zu verzeichnen und das Unfallgeschehen unauffällig.
Hochstraße in Höhe der Einmündung Staberger Straße
Weil die Fahrbahnmarkierungen auf der Hochstraße – insbesondere für die in Richtung Bräucken führende Busspur – hier stellenweise abgefahren, stark verschmutzt und nicht mehr zu erkennen waren, kam es häufig zu gefährlichen Spurwechseln. Eine vorübergehende „Tempo 30“-Regelung in diesem Bereich verbesserte die Situation. Inzwischen hat Straßen.NRW die Markierungen erneuern und die Busspur deutlich hervorheben lassen. Seitdem sind wieder 50 Stundenkilometer erlaubt. Eine mobile Beschilderung weist zudem auf Fahrbahnschäden in diesem Bereich hin. Unfälle hätten sich hier 2025 nicht ereignet, schreibt die Kommission.
L692 (Autobahnzubringer Nord)/Römerweg
In der Zeit der A45-Vollsperrung und des deutlich erhöhten Verkehrsaufkommens kam es auf der Landstraße L692 (Autobahnzubringer Nord) in Höhe der Einmündung Römerweg häufiger zu Auffahrunfällen. Für 2025 sei dort kein einziger Zusammenstoß registriert. Weil die Vollsperrung der Autobahn bei Lüdenscheid zudem der Vergangenheit angehört, ist die Unfallhäufungsstelle jetzt aufgehoben.
Knotenpunkt Honseler Bruch/Königsberger Straße/Bromberger Straße
Vier fest installierte rote Barken und zwei auf dem Asphalt markierte weiße Sperrflächen bilden seit Sommer eine künstliche Engstelle auf dem „Honseler Bruch“. Weil diese keinen Begegnungsverkehr zulässt, sind Verkehrsteilnehmer dazu gezwungen, in der „Tempo 30“-Zone den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Obendrein weisen Verkehrsschilder den Knotenpunkt als Unfallhäufungsstelle aus. Ein Gutachten soll Optionen wie etwa eine Ampelregelung oder einen Kreisverkehr präsentieren, mit denen sich die Verkehrssicherheit hier weiter verbessern und Unfälle beim Abbiegen möglichst verhindern ließen. Die Unfallkommission stellt die Präsentation der Ergebnisse für Anfang 2027 in Aussicht.
Die Unfallkommission kommt regelmäßig zusammen. Als Unfallschwerpunkt gilt eine Straße, ein Abschnitt oder ein Verkehrsknoten, wenn es dort mehrfach zu gleichartigen Unfällen kommt. Dann besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Gefahrensituationen und Zusammenstöße. Die Verkehrslage ist dann von der Unfallkommission auf Sicherheitsdefizite zu überprüfen.







