Für Unternehmen im Märkischen Kreis sind wettbewerbsfähige Energiepreise, Versorgungssicherheit und eine verlässliche Infrastruktur wichtige Standortfaktoren: Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung der KPMG Berlin.

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Energieversorgungskonzept für den Märkischen Kreis

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Berlin unterstützt Familienunternehmen dabei, die von ihnen erkannte strategische Relevanz der Energiewende umzusetzen. Es galt auch dabei, ein Energieversorgungskonzept für den Märkischen Kreis zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag, 3. September, im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr vorgestellt. 

Acht Monate gearbeitet

„Unsere Untersuchung dauerte acht Monate“, so Robert Schwarz, Associate Director und Prokurist bei KPMG. Er stellte die Resultate den Ausschussmitgliedern gemeinsam mit seiner Kollegin Maike Pfister vor. „Im Märkischen Kreis produzieren 36 energieintensive Unternehmen. Sie benötigen ein Drittel des gesamten Energiebedarfs“, haben Schwarz und sein Team herausgefunden.

Für die Studie arbeiteten die Autoren mit der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Märkischer Kreis (GWS), der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zusammen und führten viele Interviews mit den heimischen Energieversorgern. Entscheidend war die Frage: Wie hoch ist die Energie-Bedarf bis zum Jahr 2045?

Kreis kann nicht alles entscheiden

Die wichtigsten Punkte für die Unternehmen: Wettbewerbsfähige Energiepreise, Versorgungssicherheit, Verfügbarkeit und Ausbau der Infrastruktur, Belieferung und Vertragskonditionen, regulatorische Rahmenbedingungen, die Existenz und der Zugang zu Fördermitteln sowie der Informationsaustausch. „Zugegeben, der Kreis hat nicht auf alle diese Punkte Einfluss“, ergänzte Robert Schwarz.

Die Mitglieder im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Kreises hörten mit großem Interesse den Bericht der Energie-Experten.
Foto: Hendrik Klein

Energiewende erkannt

„Viele Familienunternehmen haben die strategische Relevanz der Energiewende erkannt. Entscheidend ist jetzt die Umsetzung. Projekte priorisieren, Investitionen bewerten und erste Schritte gehen“, so die Vorschläge des Gutachters. Einen verstärkten Einsatz von Wasserstoff und Bio-Methan als Alternative sieht er in naher Zukunft wegen der fehlenden Infrastruktur und zu hohen Kosten noch nicht. Wichtiger seien jetzt der Aufbau einer kreisweiten Koordinationsstelle und Unterstützung von Unternehmen bei Fragen zu Fördermitteln sowie der Entwicklung eines bedarfsgerechten Förderprogramms. Hier sieht Schwarz die GWs und die SIHK mit im Boot. Die heimischen Energieversorger müssten natürlich in die strategischen Optionen einbezogen werden.