Vier Künstler präsentieren sich im Plettenberger Ratssaal für das Werkstatt-Stipendium. Die Ausstellung läuft bis 10. April, danach fällt die Entscheidung.
Die Künstler Radula aka Anja Herzog, Helena Zubler und Arthur Metz wurden zur Bewerberausstellung für das Werkstatt-Stipendium im Plettenberger Ratssaal eingeladen. Die Vierte im Bunde, Juana Anzellini, die aus terminlichen Gründen in diesem Jahr ein Stipendium nicht wahrnehmen könnte, wurde auf besonderen Wunsch der Werkstatt dennoch zur Ausstellung eingeladen. Die ausgewählte Bewerberrunde basiert auf Empfehlungen des vorherigen Stipendiaten Fabian Penzkofer (LokalDirekt berichtete).
Große Resonanz bei der Vernissage
Auf großes Interesse stieß die Vernissage am Mittwoch, 1. April, im Ratssaal. Die Künstler reisten bereits am Montag aus ihren jeweiligen Wohnorten an, um die Ausstellung vorzubereiten. Inmitten der zahlreich erschienenen Kunstinteressierten gab es für die Künstler bereits die ersten Kontaktaufnahmen und Gespräche. Die Ausstellung wird noch bis zum 10. April zu sehen sein, bevor in einem Auswahlverfahren der künftige Stipendiat bestimmt wird. Wie üblich wird der Künstler ab Juni für vier Monate im Plettenberger Stipendiatenhaus leben und arbeiten.
Hartmut Engelkemeier, Vorsitzender der Werkstatt, und seine Stellvertreterin Isabel Vila-Crummenerl eröffneten die Vernissage. In kurzen, prägnanten Worten wurden die jeweiligen Stilrichtungen der Kandidaten skizziert. Anschließend konnten sich die Besucher ihr eigenes Bild von den einprägsamen Arbeiten der Künstler machen. Einfach wird die Stipendiatenauswahl nicht, liegt die Kunst doch im Auge des Betrachters. Farbenvielfalt ist in diesem Jahr bei allen Stilunterschieden vorherrschend. Arbeitsmaterial variiert von Papier über Karton, Malpappe, Leinwand zu Holz. Die Titel zu den Werken haben vielfach mit den Bereichen zu tun, mit denen sich die Künstler beschäftigen.
Anja Herzog bringt ihren Künstlernamen Radula als Darstellung ihrer Faszination für die Schönheit sonderbarer Kreaturen ein. Die Radula, die kraftvolle und eigenartige Zunge von Weichtieren wie beispielsweise einer Schnecke, sei für die Künstlerin ein Symbol für die Kraft und Anmut scheinbar bescheidener Kreaturen. Herzog erklärt, dass es sich in ihrer Arbeit darum drehe, die Schönheit im Ungewöhnlichen zu entdecken und die Stärke im vermeintlich Schwachen zu erkennen.
Helena Zubler ist Malerin und Grafikerin. In ihren Werken fallen vielfach gekrümmte Körper und aneinander geschmiegte Körperhaltungen auf. Immer wieder rücken Hände in den Mittelpunkt.
Arthur Metz malt unter anderem das Lebensgefühl der sogenannten Millennials (Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1996) bei Musikfestivals (z. B. „Am Tag danach“), Partys, aber auch bei gewaltsamen Demos. Vorlagen dieser Malereien sind immer Fotos, die Metz sich oft von Social-Media-Plattformen holt.
Die Werke der kolumbianischen Künstlerin Juana Anzellini widmen sich der antiken Schicksalsgöttin Fortuna.
Während der Öffnungszeiten des Rathauses können die Arbeiten der Bewerber noch bis 10. April besichtigt werden.









