Mit der Enthüllung einer History Wall, einem neuen Imagefilm und dem Auftakt einer Galerie-Reihe feierte die Sportklinik Hellersen am 16. Oktober 2026 acht Jahrzehnte medizinische Entwicklung und die Menschen, die sie prägen. Ein Höhepunkt des Jubiläumstages war die feierliche Enthüllung der neuen History Wall durch Dirk Burghaus, Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen, und Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen sowie der Sporthilfe NRW e. V, dem Träger der Klinik.

In der Eingangshalle von Haus 1 lädt nun eine auf großformatigen Tafeln gestaltete Chronik dazu ein, die Geschichte der Klinik auf insgesamt vier Metern Länge zu entdecken. Sie zeichnet den Weg von den Anfängen der Behandlung von Sportverletzungen bis zur heutigen hochspezialisierten Fachklinik nach und macht historische Ereignisse, medizinische Meilensteine und die enge Verbindung zum Sport sichtbar.

Feierliche Enthüllung der History Wall

„Dass wir heute eine der fünf größten orthopädischen Fachkliniken Deutschlands mit internationaler Strahlkraft sind, ist mehr als das Ergebnis einer guten Strategie. Dafür braucht es Menschen, die diese Klinik jeden Tag mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrem persönlichen Einsatz tragen und den Anspruch mit Leben füllen, Bestleistungen für unsere Patienten zu erreichen. Auch die History Wall macht sichtbar, dass hinter den Meilensteinen der vergangenen 80 Jahre Menschen stehen, die durch ihre Entscheidungen neue Wege ermöglicht und die Entwicklung der Sportklinik Hellersen über Generationen hinweg geprägt haben“, sagte Dirk Burghaus bei der feierlichen Eröffnung.

Dirk Burghaus und Stefan Klett bei der feierlichen Enthüllung der History Wall.
Foto: Wolfgang Teipel / LokalDirekt

Wie eng die Geschichte der Sportklinik Hellersen mit dem organisierten Sport verbunden ist, betonte auch Stefan Klett in seiner Rede zum Jubiläum. „Die Verbindung hat bis heute Bestand und ist für den Sport in Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung. Über Generationen hinweg haben Sportler aus dem Breiten-, Leistungs- und Spitzensport hier ihre medizinische Betreuung erfahren. Später waren darunter auch prominente Sportgrößen wie Ottmar Hitzfeld und Michael Schumacher, um nur zwei Namen zu nennen“, sagte Stefan Klett. Er unterstrich zugleich die Bedeutung des organisierten Sports in Nordrhein-Westfalen: „Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen steht heute für rund 17.200 Sportvereine mit mehr als 5,6 Millionen Mitgliedern. Und wir sind stolz, hier in Lüdenscheid ‚unsere Sportklinik‘ zu haben.“

„80 Jahre – 80 Gesichter“: Die Menschen prägen die Geschichte

Dass die Entwicklung einer Klinik nicht allein anhand von Jahreszahlen, Gebäuden oder medizinischen Meilensteinen erzählt werden kann, zeigt auch die Kampagne „80 Jahre – 80 Gesichter“. Zum Jubiläum stellte die Sportklinik Hellersen 80 Mitarbeiter mit persönlichen Einblicken und Zitaten auf ihren Social-Media-Kanälen sowie in der Jubiläumsausgabe des Klinikmagazins „Hellersen Insight“ vor. Die 80 Gesichter stehen stellvertretend für die vielen Menschen, die die Klinik mit ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer Persönlichkeit prägen.

Aus der Kampagne entsteht nun eine Galerie-Reihe in den Fluren der Sportklinik Hellersen. Den Auftakt bilden Dirk Burghaus und Stefan Klett mit ihren Porträts und persönlichen Zitaten. In den kommenden Wochen wird die Galerie schrittweise um weitere Mitarbeiter ergänzt. So werden die Menschen, die die Sportklinik Hellersen prägen, auch im Klinikalltag sichtbar.

Die Historie der Sportklinik Hellersen – Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Es begann am 16. Oktober 1946 mit der Behandlung der ersten beiden Sportler. Der Ursprung der Sportklinik Hellersen liegt damit unmittelbar im organisierten Sport.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte der Vereinssport eine eigene Möglichkeit, verletzte Sportler medizinisch zu versorgen. Die sich damals noch im Aufbau befindende Sporthilfe NRW stellte zunächst 20 Betten im damaligen Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid zur Verfügung und unterstützte die Sportler finanziell, da Versicherungen die Kosten von Sportunfällen noch nicht übernahmen. So entstand eine Einrichtung mit einem klaren Ziel: verletzte Sportler medizinisch zu versorgen und sie möglichst schnell wieder zurück in Bewegung und in ihren Sport zu bringen.

Stefan Klett: "Wir sind stolz auf unsere Sportklinik."
Foto: Wolfgang Teipel / LokalDirekt

Schon bald zeigte sich, wie groß der Bedarf war. Der gute Ruf des Krankenhauses für Sportverletzte – wie die Klinik damals hieß – und der stetig wachsende Andrang machten die vorhandenen Räumlichkeiten zu klein. Die Sporthilfe NRW entschied sich deshalb für den Bau eines eigenen Krankenhauses, das am 29. Mai 1970 eröffnet wurde. Unter den Gästen waren prominente Sportler, Vertreter des organisierten Sports sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft.

Eine prägende Persönlichkeit dieser Zeit war Willi Weyer. Der langjährige Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und spätere Vorsitzende der Sporthilfe NRW setzte sich maßgeblich für die Entwicklung der Einrichtung ein. Bei der Eröffnung des Neubaus war er als Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen vor Ort und bezeichnete die Klinik als „ein Haus von Weltruf, auf das wir stolz sind“. Die Sportklinik Hellersen entwickelte sich damit zu einer festen Adresse für die Behandlung von Sportverletzungen und zu einem wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung des Sports.

Signierstunde an der neuen „History Wall“: Dr. Joachim Hagenah, heute Senior Experte Endoprothetik, baute ab 2004 als Chefarzt die eigene Spezialabteilung für künstlichen Gelenkersatz an der Sportklinik Hellersen auf.
Foto: Sportklinik Hellersen

Schon früh DOSB- und LSB-NRW-akkreditiertes Untersuchungszentrum

Die Verbindung zum Sport blieb auch in den folgenden Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung. So wurde 1997 die Abteilung Sportmedizin gegründet. Damit nahm die Sportklinik Hellersen früh eine Vorreiterrolle im Bereich Prävention ein. Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung erhielt die Sportmedizin den Status eines DOSB- und LSB-NRW-akkreditierten Untersuchungszentrums. Die Akkreditierung wurde seither regelmäßig bestätigt und gilt inzwischen bis 2034. Seit 1998 ist die Abteilung zudem Zentrum für die sportmedizinische und leistungsphysiologische Untersuchung der Schiedsrichter im Elitebereich. Eine besondere internationale Aufgabe übernahm die Abteilung 2006: Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft beauftragte die FIFA die Sportmedizin Hellersen mit der sportmedizinischen Untersuchung der für das Turnier ausgewählten Schiedsrichter aus aller Welt.

Spezialisierung als prägendes Prinzip

Mit der Jahrtausendwende begann eine neue Phase in der Entwicklung der Klinik. Die medizinischen Fachbereiche spezialisierten sich zunehmend auf einzelne Körperregionen und Krankheitsbilder. Die Abteilungen für Schulter, Ellenbogen und Knie, Kniechirurgie und Sporttraumatologie, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie sowie das Zentrum für künstlichen Gelenkersatz und die Wirbelsäulenmedizin entstanden.

Heute steht die Sportklinik Hellersen für hochspezialisierte orthopädische und unfallchirurgische Medizin, moderne Technologie und kontinuierliche Weiterentwicklung. Ein sichtbares Zeichen dafür

ist das 2024 eröffnete Robotik-Zentrum für die Endoprothetik. Mit roboterassistierter Chirurgie setzt die Sportklinik Hellersen auf neue Möglichkeiten für eine noch präzisere und individuellere Behandlung.

Ein historisches Foto der Sportklinik Hellersen.
Foto: Sportklinik Hellersen

Aus den Anfängen eines Rückenbereichs entwickelte sich zudem das heutige Deutsche Wirbelsäulen-und Skoliosezentrum mit drei hoch spezialisierten Fachbereichen, die gemeinsam das gesamte Behandlungskonzept rund um die Wirbelsäule abdecken. Eine Struktur, die in dieser Form nahezu einzigartig ist. Auch die Schmerzmedizin, deren Wurzeln bereits in den 1980er-Jahren liegen, wurde kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute als Zentrum für Spezielle Schmerzmedizin etabliert. Hier wird Menschen geholfen, die an anderer Stelle bereits als austherapiert gelten.

Heute: hochspezialisiert und international vernetzt

Die medizinische Qualität und Innovationskraft finden auch über die Region hinaus Anerkennung. Das F.A.Z.-Institut zählt die Sportklinik Hellersen zu den führenden orthopädischen Kliniken Deutschlands. Auch FOCUS Gesundheit zeichnete sie und ihre medizinischen Fachbereiche mehrfach aus. 2026 erhielt die Sportklinik Hellersen unter anderem Auszeichnungen in den Bereichen Hüftchirurgie, Sportmedizin und Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie sowie internationale Patientenversorgung. Darüber hinaus gehört die Spezialklinik zu den TOP 100 der innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands.

Auch international hat sich die Sportklinik Hellersen einen Namen gemacht. Beim 77. Jahreskongress der Egyptian Orthopaedic Association in Kairo präsentierte sie sich auf Einladung der Veranstalter als internationaler Partner und übertrug erstmals in der Geschichte des Kongresses Live-Operationen aus einer deutschen Klinik nach Kairo. Kurz darauf erhielt die Sportklinik Hellersen als erstes Krankenhaus weltweit außerhalb der arabischen Staaten die Zertifizierung durch das Arab Board of Health Specializations. Damit erhielt sie die Möglichkeit, neben dem deutschen Facharzt auch den arabischen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie auszubilden.