Ein Waldbrand im Gewerbegebiet Funkenhof hat am Montagvormittag, 6. Juli, die Feuerwehr Kierspe beschäftigt. Gegen 11.11 Uhr hatte ein Mitarbeiter eines nahegelegenen Industrieunternehmens an der B237 Rauchentwicklung in einem angrenzenden Waldstück bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.
Rund 100 Quadratmeter Waldboden betroffen
Etwa 30 Kräfte des Löschzugs Stadtmitte sowie ein Tanklöschfahrzeug des Löschzugs Vollme-Neuenhaus rückten aus. Vor Ort brannten rund 100 Quadratmeter Totholz und Waldboden. Die Wasserversorgung wurde unter anderem im Pendelverkehr sichergestellt.
Mit drei C-Rohren bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Aufgrund der Rauchentwicklung kamen teilweise Atemschutzgeräte zum Einsatz. Durch den gezielten Löschangriff konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
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Glutnester aufwendig beseitigt
Im Anschluss wurde der Waldboden umgegraben, um versteckte Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Eine Wärmebildkamera kam zur Kontrolle zum Einsatz. Unterstützung erhielt die Feuerwehr zudem von einem Landwirt, der mit seinem Trecker beim Umlagern von Holzstämmen half.
Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand, eine Gefahr für umliegende Gebäude bestand nicht. Die genaue Brandursache ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Feuerwehr warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr
Angesichts der aktuellen Wetterlage weist die Feuerwehr Kierspe auf eine erhöhte Wald- und Grasbrandgefahr hin. Der Deutsche Wetterdienst stuft den entsprechenden Index derzeit auf die Stufen drei bis vier von fünf ein.
Der Pressesprecher der Feuerwehr Kierspe, Christian Schwanke, betont: „Aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der hohen Temperaturen und des lebhaften Windes ist besondere Vorsicht geboten.“ Es sei aber generell gesetzlich verboten, im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 Metern offenes Feuer zu entzünden oder zu rauchen.
Auch beim Grillen im eigenen Garten sei Umsicht erforderlich. Zudem müssten Waldwege und Zufahrten unbedingt freigehalten werden, damit Einsatzkräfte im Ernstfall schnell vor Ort seien. „Wir kommen nicht mit einem Corsa“, so Schwanke, der damit auf die notwendige Durchfahrtsbreite für Feuerwehrfahrzeuge hinweist.
Privat- oder Firmenfahrzeuge sollten außerdem ausschließlich auf befestigten Flächen abgestellt werden, da von heißen Auspuffanlagen eine Brandgefahr ausgehen könne. Darüber hinaus appelliert die Feuerwehr, keine Zigaretten achtlos in die Natur zu werfen.
„Wer Rauchgeruch wahrnimmt, Rauch über Waldgebieten sieht oder Flammen im Wald erkennt, sollte nicht zögern und sofort die 112 anrufen“, betont Schwanke.









