Ennepetal. Betrüger haben am Freitagabend, 31. Juli, gegen 20.30 Uhr eine 83-jährige Ennepetalerin um Schmuck, Bargeld und ihre EC-Karte gebracht. Die Täter gaben sich in mehreren Telefonaten als Polizeibeamte aus und behaupteten, da eine Einbruchsserie unmittelbar bevorstehe, müssten sie ihre Wertsachen sichern.

Mit dieser Geschichte konnten sie die Seniorin derart verängstigen, dass sie sich schließlich bereiterklärte, einem der Anrufer an ihrer Wohnungstür sämtliche Wertsachen zu übergeben — darunter auch eine EC-Karte samt PIN.

Ein Mann, der sich als angeblicher Mitarbeiter des Landeskriminalamtes vorstellte, holte die Beute persönlich ab und durchsuchte anschließend im Beisein der Seniorin die Wohnung nach weiteren Wertgegenständen, während diese mit einem vermeintlichen Kollegen des Täters telefonierte. Unter dem Vorwand, die Wertsachen in seinem Fahrzeug dokumentieren zu müssen, verließ der Abholer die Wohnung und flüchtete mit der Beute.

Verspätetes Misstrauen 

Erst als sich am Folgetag niemand mehr bei ihr meldete, schöpfte die Frau Verdacht und wählte den Notruf. „Der Geschädigten wurde erst im Gespräch mit unseren Einsatzkräften klar, dass es sich um einen sogenannten Schockanruf gehandelt hatte und keine echten Kriminalbeamten am Werk waren”, erklärt die Polizei.

Umgehend Polizei informieren

Die Behörde nutzt diesen Fall, um erneut vor dieser Betrugsmasche zu warnen: „Polizei und Justiz werden niemals zur Herausgabe von Wertgegenständen oder geheimen PIN-Nummern auffordern”, betont die Polizei und rät, Wertsachen niemals an Unbekannte auszuhändigen und bei entsprechenden Forderungen sofort aufzulegen. „Vergewissern Sie sich, dass das Telefonat wirklich beendet ist und besprechen Sie den Vorfall sofort mit Ihnen vertrauten Personen.“ Auch die Polizei sollte nach solchen Anrufen umgehend informiert werden.