Im Märkischen Kreis werden in allen Städten Notunterkünfte vorbereitet, in denen bei einer Naturkatastrophe, bei Ausfall der Stromversorgung, einer Bombenschärfung oder einem Großbrand Bürger untergebracht werden können. Die Alte Dreifachturnhalle in Böddinghausen soll so ertüchtigt werden, dass dort ein Prozent der Stadtbevölkerung untergebracht kann. Bei der Bereisung des Bau- und Panungsausschusses stellten Vertreter der Stadtverwaltung die Planung vor.
Die Schilder an der Alten Dreifachturnhalle lassen die Anlaufstelle und Notunterkunft erkennen. Die Halle ist damit als KIEZ gekennzeichnet — als "Krisen-Informations- und Ersthilfezentrum". Bei Unregelmäßigkeiten der öffentlichen Ordnung jedweder Art kann die Halle künftig als ein solches KIEZ aktiviert werden. Sie dient dann als Aufenthaltsraum, als Unterkunft, als Wärmestube und als Stromquelle (zum Beispiel für Handys).
Eingebaut wird ein Notstromaggregat, das neben der Halle auch die Mensa des Gymnasiums speisen kann, sodass auch die Verpflegung untergebrachter Bürger gewährleistet werden kann. Ein Stellplan, den Lilian Bruns (Leiterin Sachgebiet Gebäudewirtschaft) und Dirk Busch (ebenfalls Gebäudewirtschaft) ausbreiteten, zeigt 234 Feldbetten, die in der Halle aufgebaut werden können.
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Neben dem ortsfesten Notstromaggregat wird es auch eine mobile dieselbetriebene Heizanlage geben, die in die Heizungsanlage der Halle einspeisen kann. Dieser Anhänger wird auch in der Lage sein, — je nach Bedarf — auch andere Bauten in Plettenberg zu wärmen, sollte etwa in einer Unterkunft, einer Schule oder im Rathaus die Heizung defekt werden.
Die Halle wird einen zweiten Rettungsweg erhalten; zusätzliche Rauchabzüge müssen angelegt werden. Grundsätzliche bauliche Instandsetzungen und Verschönerungsarbeiten sind aber nicht vorgesehen.
Die Ertüchtigung der Halle inklusive Notstromaggregat kalkuliert die Stadt auf 205.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Möblierung mit den Feldbetten, die aus einem anderen Haushaltstopf angeschafft werden müssen. Die Böddinghauser Halle soll auf Sicht das einzige KIEZ für Plettenberg bleiben. Auf die Frage von Sigrid Illichmann (CDU), wo das Geld herkomme, antwortete Lilian Bruns von der Stadtverwaltung, dass es für derartige Maßnahmen keine Förderung gebe.










