Wer einen Ausbildungsplatz sucht, hat auch jetzt noch jetzt noch gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe im Märkischen Kreis noch 843 Ausbildungsplätze. Allein im Baugewerbe sind aktuell 26 Lehrstellen unbesetzt. Darauf weist die IG Bau hin.
IG BAU: Gute Bezahlung und sichere Jobs am Bau
Friedhelm Kreft, Vorsitzender der IG BAU Westfalen Mitte-Süd, sieht in den offenen Auspildungplätzen eine echte Chance für Jugendliche. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, so Kreft. Gerade das Baugewerbe biete mit seinem breiten Spektrum an Berufen — vom Maler über den Dachdecker bis zu klassischen Bauberufen — viele Einstiegsmöglichkeiten.
Aktuell seien im Märkischen Kreis 26 Ausbildungsplätze in der Baubranche unbesetzt. Hinzu kommen fünf freie Stellen für eine Ausbildung zum Maler oder Lackierer sowie sechs offene Plätze bei Dachdeckerbetrieben — einem der laut Gewerkschaft "am besten bezahlten Ausbildungsberufe der Region".
73 Prozent der jungen Arbeitslosen ohne Abschluss
Der Handlungsbedarf ist groß: 73 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Märkischen Kreis verfügen laut Arbeitsagentur über keinen Berufsabschluss. Landesweit fehlt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 642.000 jungen Erwachsenen zwischen 20 und 34 Jahren in Nordrhein-Westfalen eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Ausbildungsplatz.
Kreft rät ihnen, sich gerade jetzt „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“ und den Blick auf die freien Stellen am Bau zu richten. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, ergänzt er.
Direkt bei Baubetrieben nachfragen
Die IG Bau Westfalen Mitte-Süd rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen — etwa bei der Jugendberufsagentur (www.servicestelle-jba.de) oder bei der Arbeitsagentur (www.arbeitsagentur.de/bildung).
Wer sich für einen Beruf am Bau interessiere, solle zudem mutig direkt bei den Betrieben nachhören: „Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus — ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz“, so Kreft. Bei der Auswahl des Betriebs komme es auf faire Ausbildung und Bezahlung an — idealerweise bei Unternehmen mit Tarifvertrag. Neben dem Berufswunsch selbst zählten auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die ein Baubetrieb nach dem Abschluss biete.










