Ein Schalksmühler ist am Samstag, 19. September, möglicherweise Opfer einer als "Ghost Pairing" bekannten Betrugsmasche über WhatsApp geworden.

Der Mann bemerkte, dass über seinen WhatsApp-Account eine Nachricht an seinen Bruder verschickt worden war. Darin bat er vermeintlich um eine Überweisung in Höhe von 430 Euro, da sein Kartenlimit erreicht sei. Der Schalksmühler konnte die Nachricht gerade noch lesen, bevor sie gelöscht wurde, und informierte sofort seinen Bruder. Dieser war gerade dabei, das Geld per Echtzeitüberweisung zu überweisen. Der Mann meldete den Vorfall anschließend der Polizei.

Beim sogenannten "Ghost Pairing" verschaffen sich Betrüger Zugriff auf fremde WhatsApp-Konten, indem sie ein zusätzliches Gerät mit dem Account verknüpfen. Häufig beginnt der Betrug mit einer vermeintlich von Freunden stammenden Nachricht und der Aufforderung, einem Link zu folgen oder an einer Abstimmung teilzunehmen. Auf gefälschten Seiten versuchen die Täter anschließend, Zugangsdaten abzugreifen.

Wer WhatsApp nutzt, sollte deshalb unter "Verknüpfte Geräte" kontrollieren, ob dort unbekannte Geräte aufgeführt sind, und diese gegebenenfalls entfernen. Die Polizei empfiehlt außerdem, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und bei Links oder QR-Codes vorsichtig zu sein - auch dann, wenn sie scheinbar von bekannten Kontakten stammen.