Die gemeinnützige Werkhof GmbH mit Standorten in Halver, Hagen und Iserlohn rettet offenbar das Sozialkaufhaus „Traumland“ in Lüdenscheid. Die Nachfolgelösung war in der Nachbarstadt aktuelles Thema im Sozialausschuss.
Das Lüdenscheider „Traumland“ ist ein ähnliches Modell wie der Werkhof, der für Halver erhebliche Bedeutung besitzt. Mit der Übernahme von Waren aufgelöster Haushalte und der Aufbereitung von Möbeln, Elektrogeräten und Kleidung verfolgt man an den Werkhof-Standorten mehrere Ziele.
Dort kommen Menschen in Beschäftigung, die im sogenannten ersten Arbeitsmarkt ohne diesen Anlauf kaum Chancen hätten. Und für einkommensschwache Menschen finden sich an den Standorten erschwingliche Dinge, die sonst vielleicht im Müll gelandet wären.
Mit dem jetzt möglichen Übergang des Traumlands an den neuen Träger eröffnet sich diese Perspektive wieder für die Bürger der deutlich größeren Nachbarstadt, die mit der Schließung der Einrichtung des Pertheswerks diese Möglichkeit nicht mehr hatten. Die Stiftung betreibt mehrere Sozialkaufhäuser, hatte aus wirtschaftlicher Sicht in Lüdenscheid die Reißleine gezogen.
Ziel für die Beschäftigten und die Beteiligten ist nun ein möglichst nahtloser Übergang. Die Schließung ist angekündigt für den 30. September. Die Beschäftigungsverhältnisse laufen Berichten der Lüdenscheider Nachrichten zufolge bis zum Jahresende. Diesen zufolge sollen sie nun weitergeführt werden.
Kontakte über Alt-Bürgermeister Michael Brosch
Beteiligt an der Lösung ist ein weiterer Halveraner. Alt-Bürgermeister Michael Brosch, inzwischen Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion in Lüdenscheid, hatte aufgrund guter Erfahrungen mit dem Werkhof die Idee ins Spiel gebracht. Fabian Kesseler, Erster Beigeordneter der Stadt Lüdenscheid, hatte dies aufgegriffen und die Gespräche auf den Weg gebracht.










