Auf den nordrhein-westfälischen Äckern hat die Rapsblüte begonnen. Die Felder leuchten in Sonnengelb, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.
Aktuell sind auf den Rapsfeldern die Blüten an den Haupttrieben zu sehen. Je nach Witterung dauert die Blüte zwischen zwei und vier Wochen. Aufgrund der überwiegend guten Aussaatbedingungen im vergangenen Herbst und der nachfolgend gleichmäßigen Witterung ohne stärkere Spätfröste haben sich die meisten Winterrapsbestände in Nordrhein-Westfalen bis jetzt gut entwickelt. Nur in einzelnen Regionen kam es infolge von Trockenheit nach der Aussaat oder dem Befall mit Rapserdflohkäfern zu deutlichen Schäden.
57.400 Hektar Winterrapsfläche
Ein Teil der Rapsblüten wird von Bienen bestäubt, denen der Raps reichlich Nektar und Pollen spendet. Aus den Blüten wachsen bis zur Ernte im Juli Schoten mit kleinen, zwei bis drei Millimeter dicken Körnern heran, die einen sehr hohen Ölgehalt haben. Die Winterrapsfläche in Nordrhein-Westfalen betrug im letzten Jahr 57.400 Hektar. Das waren 3800 Hektar mehr als 2024. Die Aussaatflächen zur Ernte 2026 haben sich nach aktuellem Stand nochmals um etwa 8400 Hektar erhöht. Ursache dafür waren vor allem die im Vergleich zu vielen anderen Kulturen relativ stabilen Preise.
Grundstoff für Margarine
Zu einem großen Teil geht der Raps in die Ernährungsindustrie und dient zum Beispiel als Grundstoff für Margarine. Ein Teil der Ernte wird zu biologisch abbaubaren Schmierstoffen, Sägeketten- und Hydraulikölen, aber auch zu Biodiesel, verarbeitet. Was aus dem Raps wird, entscheidet sich im Handel. Nebenprodukte, die bei der Verarbeitung von Raps entstehen, dienen oft auch als Futtermittel in der Tierhaltung.
Raps in der Fruchtfolge tut auch dem Boden gut.
Er wird bereits im August oder September gesät und entwickelt noch vor dem Winter genug Blätter, um den Boden zu bedecken und damit den Acker vor Verschlämmung und Winderosion zu schützen. Mit ihren tiefen Pfahlwurzeln greift die Pflanze in die unteren Bodenschichten ein und holt Nährstoffe, die vom Regen nach unten ausgewaschen worden sind, wieder in den Wurzelbereich der Pflanzen zurück. Raps hat außerdem eine gute Wirkung auf die nachfolgende Kultur in der nächsten Saison. Er lässt den Boden in einem guten Zustand zurück, sodass oft nur eine reduzierte Bodenbearbeitung erforderlich ist.











