Die Ruine der ehemaligen Diskothek an der Schnörrenbach wurde am Mittwochabend, 19. August, bereits zum zweiten Mal zur Einsatzstelle von Polizei und Feuerwehr. Erneut kam es zu einem Brand in dem Gebäude.
Gegen 21 Uhr wurde der Löschzug Stadtmitte mit dem Stichwort "Kleinbrand" zu dem Gebäude an der L528 gerufen. "Wieder gab es eine Rauchentwicklung aus dem Gebäude, im Inneren brannte die Verkleidung eines Kamins", erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Christian Schwanke. Seine Kollegen demontierten die Verkleidung mithilfe von Einreißwerkzeug löschten den Bereich ab. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, wurde das Brandgut im Anschluss mit Schaum bedeckt.
"Dieses Feuer befand sich an einer anderen Stelle im Gebäude, sodass ein Zusammenhang mit dem Feuer von morgens nahezu ausgeschlossen werden kann", fasst Schwanke zusammen.
Einsatzschwerpunkt für Polizei und Feuerwehr
Zu den beiden Bränden hat Christoph Hüls eine klare Einschätzung: "Man muss von Brandstiftung ausgehen", erklärt der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, die in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen hat. Genau wie Christian Schwanke, der bereits am Morgen die Einsatzhäufigkeit in der Ruine feststellte, wagt er einen Rückblick: Seit Anfang April gab es 13 Polizeieinsätze in der Schnörrenbach-Ruine. Drei der Einsätze waren Brände.
Auch in den vergangenen Jahren war die Feuerwehr dort regelmäßig im Einsatz, ein Gefahrgut-Einsatz im Oktober 2025 rief sogar die Feuerwehren aus vier Kommunen auf den Plan. "Wir können jedoch keinen privaten Sicherheitsdienst stellen", macht Hüls deutlich. Für die Einsatzkräfte ist der aktuelle Zustand der Ruine eine belastende Situation.







