Beim Energiestammtisch im Bürgerzentrum ging es am Dienstag, 18. August, um Kosten, Klimaschutz und neue Möglichkeiten beim Laden von Elektroautos. 25 Teilnehmer diskutierten über Chancen und Herausforderungen der E-Mobilität.
Energieeffizienz im Mittelpunkt
Gerd Clever stellte beim Info-Abend Zahlen und Fakten zur Elektromobilität vor. Im Mittelpunkt stand die Energieeffizienz: Während Verbrenner laut seinen Angaben rund 20 Prozent der eingesetzten Primärenergie auf die Straße bringen, seien es bei Elektroautos mehr als 60 Prozent. Auch im Verbrauch würden Elektroautos mit etwa 20 Kilowattstunden je 100 Kilometer deutlich besser abschneiden als Verbrenner mit rund 70 Kilowattstunden.
Anhand seiner eigenen Photovoltaikanlage zeigte Clever zudem Möglichkeiten zum Sparen: Mit einer 6-Kilowatt-Peak-Anlage und der Speicherung von Solarstrom könnten sich die Stromkosten nach seinen Angaben deutlich reduzieren.
E-Auto als Stromspeicher
Ein weiterer Schwerpunkt war das bidirektionale Laden. Dabei kann das Elektroauto Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Beim sogenannten Vehicle-to-Home (V2H) wird das eigene Haus versorgt, Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglicht die Unterstützung des Stromnetzes. Für V2G sind unter anderem ein Smart Meter sowie die Anmeldung beim Stromversorger erforderlich.
Aktionstag am Samstag
Stefan Heinrich stellte anschließend den Aktionstag „Halver fährt elektrisch“ vor. Am Samstag, 22. August, können sich E-Auto-Fahrer und Interessierte von 10 bis 14 Uhr an der Ladesäule Karlshöhe austauschen. Heinrich will dort unter anderem verbreitete Vorurteile zu Reichweite, Ladedauer und Anhängerbetrieb thematisieren.
In Halver gibt es nach Angaben des Energiestammtischs derzeit 46 öffentliche Ladestationen. Ein Viertel davon sind Schnellladestationen.










