Gleich zwei Betrugsfälle beschäftigen derzeit die Polizei in Plettenberg. In einem Fall fiel ein 38-jähriger Mann auf einen falschen Bankmitarbeiter herein, in einem weiteren wurde das E-Mail-Konto eines 46-Jährigen gehackt.
Der 38-Jährige erhielt am Mittwoch einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter seiner Bank. Dieser behauptete, eine Lotto-Gesellschaft wolle einen hohen Geldbetrag vom Konto abbuchen. Um sein Guthaben angeblich in Sicherheit zu bringen, sollte der Plettenberger das Geld per Sofortüberweisung auf ein anderes Konto transferieren. Der Mann folgte den Anweisungen. Erst nach dem Telefonat kamen ihm Zweifel. Bei einem Anruf bei seiner Bank stellte sich heraus, dass er Opfer eines Betrugs geworden war. Er erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut davor, am Telefon sensible Daten preiszugeben oder Geldtransfers auf Anweisung unbekannter Anrufer vorzunehmen. Wer Zweifel hat, sollte seine Bank über die bekannte Service- oder Rufnummer kontaktieren.
In einem weiteren Fall bemerkte ein 46-jähriger Plettenberger am Dienstag mehrere E-Mails, die ihn über Passwortänderungen informierten. Kurz darauf verlor er den Zugriff auf sein E-Mail-Konto. Zwar gelang es ihm, das Passwort zurückzusetzen, doch ein Unbekannter hatte bereits weitere Online-Konten ins Visier genommen. Nach bisherigen Erkenntnissen änderte der Täter Passwörter anderer Dienste, versuchte Reisebuchungen und veranlasste über einen Zahlungsdienstleister Transaktionen. Es entstand ein geringer finanzieller Schaden. Der Betroffene erstattete am Mittwoch Anzeige.
Die Polizei prüft nun, wie sich der Täter Zugang zum E-Mail-Konto verschaffen konnte. Gleichzeitig weisen die Ermittler auf die Bedeutung sicherer Passwörter hin. Diese sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten. Zudem empfiehlt die Polizei die Nutzung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Gelangen Betrüger an ein E-Mail-Konto, können sie darüber oft auch auf weitere Online-Dienste zugreifen und erhebliche Schäden verursachen.










