Wo sonst Kunst und Unterhaltung im Vordergrund stehen, ging es diesmal um Zahlen: Kämmerer und Finanzdezernenten aus den größeren Städten in Westfalen-Lippe haben sich kürzlich auf Einladung der Stadt Lüdenscheid im Kulturhaus getroffen.
Im Mittelpunkt stand die aktuell schwierige Finanzsituation der Kommunen: Inflation, explodierende Kosten und Rekordschulden bedrohen vielerorts die finanzielle Handlungsfähigkeit. Hinzu kommen zahlreiche Vorgaben von Bund und Land, die die Städte und Gemeinden nicht nur umsetzen, sondern auch selbst finanzieren müssen. „Wir alle stehen vor gewaltigen Herausforderungen“, erklärte Lüdenscheids Kämmerer Sven Haarhaus und erinnerte vor diesem Hintergrund an die bundesweite Aktion „Kommunen am Limit“.
Grüne Anleihen
Ein weiteres großes Thema waren sogenannte „grüne Anleihen“ – am Beispiel der Stadt Münster: Mit diesen finanzieren Kommunen ökologische und nachhaltige Projekte. Eine Finanzierungsoption, die auch für andere Städte interessant sein könnte.
Zu Gast in der Runde war Dr. Christian von Kraack, der die Abteilung Kommunales des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung leitet. Er ist für die Kämmerer ein wichtiger Ansprechpartner in Sachen Haushalt und Finanzierung. Ebenfalls anwesend war Matthias Kleinschmidt, Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Witten, der dem tagenden Gremium mit dem sperrigen Namen „Vereinigung der Finanzdezernenten größerer westfälisch-lippischer Städte“ vorsteht. Außerdem hatte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die Gäste begrüßt.
Nach rund drei Stunden endete die Veranstaltung im Kulturhaus. Das nächste Treffen findet in etwa einem halben Jahr in einer anderen Mitgliedskommune statt.









