Rotes Sofa – Bilder mit Menschen aus verschiedenen Bereichen auf Folien vor dem Schieferhaus. Grünes Sofa – Bilder von Menschen in den Fenstern des Kunstvereins VAKT. Am Freitag, 25. September, stellten Gudi Mausbach-Dahl und Elke Schmidt, die Ergebnisse des Foto-Shootings vom 26. Juli vor.

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Ein Lebenszeichen des Kunstvereins

20 Jahre lagen zwischen den beiden Aktionen. Mitmachen, Bürgerinnen und Bürger sowie Kinder und Jugendliche einbeziehen – das gehört seit 26 Jahren zur DNA des Kunstvereins in Halver. Die Mitgliederzahlen seien stabil, sagt Gudi Mausbach-Dahl. Allerdings gehe die Zahl der Aktiven zurück. Die Gründungsgeneration ist älter geworden, lebt nicht mehr in Halver oder muss aus unterschiedlichen Gründen kürzertreten.

Mit der Neuauflage der Foto-Aktion gibt VAKT ein Lebenszeichen von sich und bringt sich wieder in Erinnerung. Gleichzeitig ist die Aktion ein Appell, sich einzubringen. Bis zum Jahresende soll eine Entscheidung fallen, ob sich der Verein auflöst oder ob es einen Weg für einen Neustart gibt.

"Mensch und Arbeit" - die Foto-Aktion auf dem roten Sofa von vor 20 Jahren stand Pate für die Neuauflage mit grünem Sofa.
Foto: Rüdiger Kahlke / LokalDirekt

Bürgermeister macht Mut

Eine Auflösung ist eine Option, die sich Bürgermeister Armin Kibbert nicht vorstellen will. „VAKT hört nicht auf“, ist er sich sicher. Der Verein sei „ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und der Vereinskultur“, betont Kibbert und sichert dem Verein „alle Unterstützung“ zu. Er hofft, dass es gelingt, „mehr Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern."

Anpacken beim Aufhängen und weitere tatkräftige Hilfe für den Bestand von VAKT sicherte Bürgermeister Armin Kibbert zu.
Foto: Rüdiger Kahlke / LokalDirekt

Hemmschwellen zur Kunst abbauen

Das „Grüne Sofa“ hat auch die verbliebenen VAKT-Aktiven noch einmal beflügelt. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Mausbach-Dahl. Man habe dabei „mit vielen geredet, auch mit solchen, die sich nicht fotografieren lassen wollten“. Auch für Elke Schmidt ist klar: „Ich würde gerne weitermachen, solange ich das kann.“

Das Foto-Shooting sollte zugleich Hemmschwellen gegenüber der Kunst abbauen. „Wir haben viele Aktionen mit Bürgerbeteiligung gemacht“, erinnert sich Gudi Mausbach-Dahl. „Es war toll zu sehen, wer da alles mitgemacht hat.“ Darunter seien auch Menschen gewesen, die sonst kaum Berührung mit Kunst hatten, sich einfach getraut hätten – und anschließend Spaß daran hatten.

Auch die Foto-Aktion mit der Collage im Baum verstehen die VAKT-Mitglieder als Aufruf: Traut euch. Manchmal müsse man sich dafür nur an die eigene Jugend erinnern. Eltern, die ihre Kinder zu Malkursen bringen, sagen laut Mausbach-Dahl immer wieder: „Ich hab hier auch schon gemalt.“ Sie hofft, dass einige von ihnen das Hobby auch als Erwachsene wieder für sich entdecken – natürlich bei und mit VAKT.

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