85.000 Euro hat der Zweckverband für Abfallbeseitigung (ZfA) im vergangenen Jahr aufgrund von Ordnungswidrigkeiten wegen illegaler Müllentsorgung ausgesprochen. Von den 48.866 Euro verhängten Bußgeldern konnten nur 33.005 Euro tatsächlich beigetrieben werden. Das berichtete Daniel Linning, seit neun Monaten Geschäftsführer des ZfA, in der jüngsten Sitzung des Iserlohner Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz. Die SPD-Fraktion hatte darum gebeten, die Aufgabe des sogenannten „Mülldetektivs“ vorgestellt zu bekommen.
20 Mitarbeitende, ein „Mülldetektiv“
„Wir haben aktuell einen Mülldetektiv. Aber natürlich melden alle Mitarbeitenden illegale Müllablagerungen. Sie suchen auch nach möglichen Adressen, um den Verursachern habhaft werden zu können“, erklärte Dieter Linning. Aktuell verfügt der ZfA über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist für insgesamt sieben angeschlossene Kommunen zuständig.
6500 Euro in Menden verhängt
Im laufenden Jahr wurden bisher 19.450 Euro Bußgelder ausgesprochen, davon konnten laut ZfA-Geschäftsführer bisher 7700 Euro eingetrieben werden. Wer bei einer illegalen Müllentsorgung oder Abfallablagerung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 25 bis 500 Euro rechnen. Dieter Linning: „Es können auch schon mal 1000 Euro werden." Er verweist auf einen „besonders gravierenden Fall aus Menden. Da musste der Erwischte sogar 6500 Euro berappen. „Es soll schon wehtun, aber man darf es auch nicht übertreiben", so der ZfA-Geschäftsführer.
Frage der Erziehung
„Es gibt immer wieder Menschen, die scheren sich nicht darum und kippen ihren Abfall einfach in die Gegend. Das ist dann auch eine Frage der Erziehung“, erklärte Iserlohns Baudezernent Thorsten Grote im Ausschuss. Deshalb sei die Aktion „Na sauber“ in Iserlohn so wertvoll. Ebenso die Abfallberatung und Müllvermeidung bereits bei den Jüngsten. „Die Angebote gibt es in 27 Kindertagesstätten und Schulen“, erklärt Grote.
Gute Zusammenarbeit mit Lobbe
Weiteres Thema im Ausschuss war die Zusammenarbeit des Zweckverbandes mit der Iserlohner Entsorgungsfirma Lobbe. Seit 1969 gibt es diese Zusammenarbeit. Elke Olbrich-Tripp (Bündnis 90/Die Grünen) bemängelte die „freihändige Auftragsvergabe“ an den Entsorger ohne öffentliche Ausschreibung. Die vorliegenden Preise seien gut, zeigte sich der ZfA-Geschäftsführer zufrieden. Verträge könnten zum Ende des Jahres gekündigt werden, wirkten dann aber noch drei Jahre nach.









