Dass die Sektkorken im Iserlohner und Hemeraner Rathaus sowie bei den heimischen Abgeordneten aus Bundestag und Landtag geknallt haben, ist nicht überliefert. Dass sie aber nach dieser Nachricht ein breites Grinsen im Gesicht hatten, darf vorausgesetzt werden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der zweiten Runde die Förderung von zwei Schwimmbadprojekten in Iserlohn und Hemer beschlossen.

Überregionale Nachrichten

7,13 Millionen Euro für Hemer und Iserlohn

Insgesamt fließen damit rund 7,13 Millionen Euro Bundesmittel nach Hemer und Iserlohn. Die Sanierung des Freibades „Am Damm“ in Hemer erhält 288.315 Euro Fördermittel. Für die Erweiterung des Hallenbades Aquamathe in Iserlohn-Letmathe durch einen Ersatzneubau werden 6.840.437 Euro bereitgestellt.

Nachfolgend dazu einige Stimmen aus Politik und Verwaltung:

Paul Ziemiak (CDU-Bundestagsabgeordneter Iserlohn):

„Unser Einsatz hat sich gelohnt! Schwimmbäder sind ein wichtiger Bestandteil unserer Städte: Sie bieten Raum für Sport und Erholung, fördern Gesundheit und Gemeinschaft. Gerade für die Kommunen sind Investitionen in bestehende Infrastruktur angesichts angespannter Haushalte eine große Herausforderung. Deshalb ist es wichtig, dass Bund, Land und Kommunen gemeinsam Verantwortung übernehmen und dort ansetzen, wo vor Ort konkrete Projekte umgesetzt werden können. Damit investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern in Lebensqualität, Teilhabe und die Zukunft unserer Stadt.“

Bettina Lugk (SPD-Bundestagsabgeordnete Iserlohn):

„Das sind hervorragende Nachrichten für unsere Region. Ich freue mich sehr, dass gleich zwei Schwimmbäder in meinem Wahlkreis von der Bundesförderung profitieren. Mit diesen Investitionen unterstützen wir unsere Kommunen dabei, ihre Bäder zukunftsfest aufzustellen und wichtige Angebote für die Menschen vor Ort zu erhalten. Unsere Schwimmbäder gehören zur Lebensqualität im Märkischen Kreis. Sie sind Orte, an denen Kinder ihre ersten Schwimmzüge machen, Vereine trainieren und Familien gemeinsam Zeit verbringen. Ich freue mich, dass wir mit den Bundesmitteln dazu beitragen können, diese Angebote für die kommenden Generationen zu erhalten“, erklärt Bettina Lugk, die auch Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Sport und Ehrenamt ist. 

Sandra Stein (Bündnis 90/Die Grünen, Abgeordnete für den südlichen MK-Wahlbezirk):

„Das Hallenbad Aquatherme (gemeint ist das Aquamate, d.R.) in Iserlohn und das Freibad am Damm in Hemer sind zentrale Orte für das sportliche Zusammenleben, Nachwuchsförderung und Begegnung. Die Förderung des Bundes ist ein wichtiges Signal für den Erhalt und die Modernisierung der Schwimmbäder. Insgesamt wurden Projektförderungen in Höhe von etwa 3,2 Milliarden Euro beantragt. Dies zeigt den großen Handlungsbedarf in den Städten und Gemeinden. Umso erfreulicher ist es, dass auch die Projekte in Iserlohn und Hemer Berücksichtigung gefunden haben.”

Thorsten Schick (CDU-Landtagsabgeordneter Iserlohn)

 „Mit dieser hohen Fördersumme stärken wir nicht nur den Schul- und Vereinssport, sondern sichern ein Angebot, das von Menschen jeden Alters genutzt werden kann. Schwimmbäder müssen auch in Zukunft ein attraktiver, moderner und verlässlicher Ort für Bürgerinnen und Bürger, für Familien, Schulen und Vereine bleiben. Der Bund unterstützt hier die Kommunen bei einer Aufgabe, die angesichts knapper Haushalte vielerorts allein kaum zu stemmen wäre.“

Matthias Eggers (CDU-Landtagsabgeordneter Menden):

„Die heutige Förderentscheidung ist eine sehr gute Nachricht für Hemer und für das Freibad am Damm. Unser Ziel muss sein, die kommunale Infrastruktur dort zu erhalten und weiterzuentwickeln, wo sie für die Menschen ganz konkret von Bedeutung ist. Das Freibad ist ein Ort, an dem Generationen zusammenkommen – zum Schwimmen, für Sport und Bewegung, zur Erholung. Mit der Förderung schaffen wir die Grundlage dafür, dass das Freibad am Damm auch langfristig ein fester Bestandteil des städtischen Lebens bleibt.“

Michael Joithe (Bürgermeister Stadt Iserlohn):

„Ich bin sehr froh, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat. Für das Aquamathe und den Stadtteil Letmathe, aber auch für den städtischen Haushalt ist das eine großartige Nachricht. 

Bedanken möchte ich mich bei allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und ganz besonders bei Paul Ziemiak und Thorsten Schick für die politische Unterstützung.“

Eva Kitz (SPD-Fraktionsvorsitzende und Landtagskandidatin aus Iserlohn):

„Der Bund fördert den Ersatzneubau eines Lehrschwimmbeckens am Aquamathe mit 6.840.437 Euro. Das neue Becken soll die beiden bisherigen Lehrschwimmbecken am Saatweg und im Nordfeld ersetzen und direkt an das Aquamathe angebunden werden. Dessen Wasserfläche soll in etwa der bisherigen Gesamtwasserfläche beider Becken entsprechen. Das sind richtig gute Nachrichten für Iserlohn. Am Aquamathe entstehen zwei neue, barrierefreie Lehrschwimmbecken mit längeren Öffnungszeiten und einer Nutzung auch am Wochenende. Davon profitieren Schulen, Vereine und viele weitere Menschen in unserer Stadt. Für das Projekt sind Gesamtausgaben von rund 9,12 Millionen Euro vorgesehen. Der Bund übernimmt mit 6,84 Millionen Euro 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von rund 2,28 Millionen Euro sowie die nicht förderfähigen Ausgaben. Die Umsetzung ist bis 2028 vorgesehen.“

Hintergrund  

Für das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" wurden im Bundeshaushalt 2026 Programmmittel in Höhe von 583 Millionen Euro bereitgestellt. Davon entfallen 250 Millionen Euro ausschließlich auf die Sanierung von kommunalen Schwimmbädern. Damit unterstützt der Bund die Kommunen, dem Sanierungsstau bei diesen wichtigen kommunalen Einrichtungen entgegenzuwirken.  Weitere 333 Millionen Euro sind im Bundeshaushalt für die Sanierung von Sportstätten allgemein veranschlagt. Der nächste Projektaufruf ist für Herbst 2026 vorgesehen.