Die Freibadsaison in Herscheid ist am Mittwoch zu Ende gegangen. Rund 48.200 Besucher wurden bis kurz vor Saisonende gezählt – deutlich mehr als in den Vorjahren. Während der Winterpause stehen weitere Arbeiten an der Technik sowie im Sanitär- und Umkleidebereich an. Der Sportausschuss informierte sich am Montag vor Ort über die geplanten Maßnahmen und beriet anschließend über die Sportstätten der Gemeinde.
Neue Umkleiden am Sportplatz rücken näher
Eine weitere Investition betrifft den Sportplatz. Der Sportausschuss empfahl im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung vorberatend, den Auftrag für einen ersten Bauabschnitt für eine zusätzliche Umkleidemöglichkeit mit Sanitäranlagen zu vergeben. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe soll nach Angaben der Gemeinde im Oktober im Planungs- und Bauausschuss fallen.
In einem zweiten Bauabschnitt sind weitere Mannschafts- und Schiedsrichterumkleiden vorgesehen. Dieser soll voraussichtlich innerhalb der kommenden ein bis zwei Jahre folgen.
Die baurechtlichen Voraussetzungen wurden bereits geschaffen. Nach der Änderung des Bebauungsplans im vergangenen Jahr kann das neue Gebäude unmittelbar vor dem Eingang zum Sportplatz entstehen. Aus Kostengründen ist eine Modulbauweise vorgesehen.
Ausschuss nimmt Freibadtechnik unter die Lupe
Vor der Sitzung besichtigten die Mitglieder des Sportausschusses das Freibad. Dabei informierten sie sich unter anderem über die Filteranlage, die Becken und die Pumpentechnik.
Bei der Steuerung sind weitere Verbesserungen vorgesehen. Die Umschaltung zwischen Heizungsanlage und Solarabsorber soll künftig automatisch erfolgen. Bislang musste sie von Hand vorgenommen werden. Auch die Attraktionen im Nichtschwimmerbecken sollen künftig zentral vom Arbeitsplatz des Schwimmmeisters gesteuert werden können. Die entsprechende Steuerung befindet sich derzeit unter der Rutsche.
Ein Thema war zudem die Filteranlage, die während der zurückliegenden Saison Probleme bereitet hatte. Die Filtermatten wurden inzwischen repariert. Zusätzlich wurde Ersatzmaterial bestellt, damit die Gemeinde bei erneuten Problemen schneller reagieren kann.
Arbeiten in Duschen und Umkleiden gehen weiter
Während der Winterpause sollen auch die Arbeiten im Sanitär- und Umkleidebereich fortgesetzt werden. Auf Hinweis des Gesundheitsamtes des Märkischen Kreises werden die älteren Holzvertäfelungen nach und nach entfernt. In diesem Jahr habe die Gemeinde damit im Bereich der Duschen begonnen, schilderte Betriebsleiterin Sandra Schöttler. Die Arbeiten sollen in Richtung der Umkleidekabinen fortgesetzt werden, um die geltenden Hygienestandards einzuhalten.
Ausschussmitglied Angelika Hahn (FDP) kritisierte in diesem Zusammenhang die Reinigung der Duschen und Umkleiden. Diese sei an manchen Tagen während der Freibadsaison nicht zufriedenstellend gewesen. Schöttler erklärte, eine Mitarbeiterin des Bauamtes stehe deshalb bereits mit der Reinigungsfirma im Austausch.
Freibadkiosk soll neuen Standort bekommen
Auch für den Freibadkiosk gibt es Überlegungen. Dieser soll perspektivisch an einem anderen Standort neu organisiert werden. Vorgesehen ist dabei auch ein Verkaufsbereich zur Straße hin.
Kioskbetreiber Farid Ahadut habe bereits signalisiert, auch in der kommenden Saison wieder den Kiosk betreiben zu wollen.
Rund 48.200 Besucher in dieser Saison
Im öffentlichen Teil der Sitzung zog Bürgermeister Schmalenbach eine erste Bilanz der Freibadsaison 2026. Bis zum Vortag der Sitzung waren rund 48.200 Besucher gezählt worden. Damit liegt die Zahl deutlich höher als in den vergangenen Jahren. 2023 kamen rund 36.000 Besucher, 2024 waren es etwa 38.000 und 2025 rund 40.000.
Auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern stiegen. Im vergangenen Jahr nahm die Gemeinde knapp 126.000 Euro ein. In der laufenden Saison waren es zum Zeitpunkt der Sitzung bereits rund 138.000 Euro.
Personalausfall ohne kürzere Öffnungszeiten aufgefangen
Eine Herausforderung war in diesem Jahr die personelle Situation. Nach dem Ausfall des langjährigen Schwimmmeisters Reiner Wittkamp musste die Gemeinde zusätzliche Kräfte für den Badebetrieb finden. Nach Angaben der Gemeinde gelang dies durch die Zusammenarbeit mit den benachbarten Bäderbetrieben Lüdenscheid und Kierspe sowie die Unterstützung weiterer Kräfte. Die Öffnungszeiten mussten deshalb während der Saison nicht eingeschränkt werden.
Bürgermeister Schmalenbach dankte den beteiligten Mitarbeitern für ihren Einsatz und richtete Genesungswünsche an Reiner Wittkamp.
Weitere Arbeiten während der Winterpause
Mit dem Ende der Saison beginnen nun die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Neben den Arbeiten an Technik, Duschen und Umkleiden sollen die bereits begonnenen Verbesserungen schrittweise fortgeführt werden.
Das Freibad war am 1. Mai in die Saison gestartet und blieb bis zum vorgesehenen Saisonende geöffnet.









