Für die Humboldtschüler las Rainer Rudloff am Freitagvormittag, 11. September, aus zwei Büchern vor. Besonders seine lebendige und schauspielerische Art des Vorlesens begeisterte die Schüler. Mit unterschiedlichen Stimmen und viel Ausdruck verlieh der Lübecker den Figuren Leben und sorgte so für eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Lesung.
Ausdrucksstarke Stimme, Schauspiel und jede Menge Geldscheine
Mal hebt er seine Stimme, mal flüstert er, mal imitiert er ein Martinshorn und mal schreit er die Aula der Humboldtschule zusammen: Rainer Rudloffs Auftritt war alles andere als eine gewöhnliche Vorlesung. Mit seiner lebendigen Art begeisterte er die Schüler der sechsten und achten Jahrgangsstufe. Spätestens als er aus dem Buch „Fett Kohle" von Dorit Linke vorlas und plötzlich unzählige Geldscheine aus seiner Aktentasche heraussprangen, hatte er die Jugendlichen endgültig auf seiner Seite.
In dem Jugendroman geht es um den elfjährigen Niklas, der gemeinsam mit seinem Freund einen Koffer voller Geld findet. Was zunächst nach einem großen Glücksfall aussieht, bringt die beiden schnell in eine schwierige Situation. Denn plötzlich müssen sie sich nicht nur mit der Frage auseinandersetzen, was sie mit dem unerwarteten Geld anfangen sollen, sondern auch damit, dass andere den Koffer zurückhaben wollen – schließlich gehört ihnen das Geld eigentlich gar nicht.
Rudloff las auch aus „Finn remixed" von Oliver Uschmann vor. Darin nutzen die drei Freunde Finn, Lukas und Flo drei Wochen ohne ihre Eltern, um ihre eigene Welt – das sogenannte „Andersland“ – aufzubauen. Mit viel Ausdruck und unterschiedlichen Stimmen schlüpfte der 56-Jährige dabei in die Rollen der Figuren und machte dadurch auch diese Geschichte für die Schüler nicht nur hör-, sondern auch erlebbar.
„Ihr seid jetzt im idealen Alter, um die besten Geschichten zu lesen"
Nach einer Schulstunde, zwei Büchern und unzähligen Stimmen verabschiedete sich Rainer Rudloff von den Humboldtschülern. Zum Abschluss gab er ihnen noch einen Appell mit auf den Weg: Statt ihre Zeit ausschließlich in sozialen Medien zu verbringen, sollten sie wieder häufiger zu einem Buch greifen und in Geschichten eintauchen: „Ihr seid jetzt im idealen Alter, um die besten Geschichten zu lesen."








