Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen möchte die Gebühren für Müllsäcke neu aufstellen - und damit eine verlässliche Struktur für die Bürger schaffen.

Derzeit liegt der Preis pro Sack bei sieben Euro, wie die Gemeinde auf Nachfrage von LokalDirekt mitteilt. Wenn es nach den Grünen geht, soll sich dieser künftig zwischen vier und sechs Euro bewegen - und damit günstiger werden.

In ihrem Antrag fordert die Fraktion der Grünen außerdem, dass die Kosten für Müllsäcke künftig nicht mehr extra berechnet werden, sondern Teil der regulären Müllgebühren sind. Greifen soll die Regelung dann ab dem kommenden Jahr. Erklärtes Ziel: Gebührenschwankungen sollen vermieden und gleichzeitig für den Bürger eine stabile und verlässliche Preisstruktur geschaffen werden.

Prävention gegen illegale Müllentsorgung

Die Grünen sehen in dem Preisrahmen eine wichtige Steuerungsfunktion: Ein zu niedriger Preis könne dazu führen, dass mehr Restmüll produziert wird, während ein zu hoher Preis das Risiko illegaler Müllentsorgung erhöhe.

Die Verwaltung soll dafür auf Grundlage einer kurzfristigen Kostenbetrachtung einen realistischen und kostendeckenden Preis ermitteln und dem Rat zur Entscheidung vorlegen.

Ausgleich über mehrere Jahre

Außerdem sollen Kostenüber- und unterdeckungen künftig nicht mehr durch kurzfristige Preisänderungen ausgeglichen werden, sondern über mehrere Gebührenperioden hinweg. So soll verhindert werden, dass sich die Müllsackpreise jährlich verändern. Die Kosten für die Müllsäcke sollen weiterhin intern gesondert erfasst werden, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen.

Über den Antrag muss der Rat der Gemeinde noch entscheiden.