Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht im Einsatz von Mährobotern in der Dunkelheit eine Gefahr für Igel und andere nachtaktive Kleintiere.
Der Betrieb von Mährobotern in der Nacht soll in Schalksmühle künftig eingeschränkt werden. Das beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Ratssitzung am Montag, 6. Juli. Ziel ist es, Igel und andere nachtaktive Kleintiere besser zu schützen.
Konkret soll sich die Gemeinde an die Untere Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises wenden und sie bitten, eine Allgemeinverfügung für Schalksmühle zu erlassen. Vorgesehen ist, den Betrieb von Mährobotern in der Zeit von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang zu untersagen. Vorbild seien andere Kommunen und Kreise in Nordrhein-Westfalen, die entsprechende Regelungen bereits eingeführt hätten.
Information für Gartenbesitzer
Unabhängig davon möchten die Grünen, dass die Gemeinde auf ihrer Internetseite über die Gefahren des nächtlichen Mähroboterbetriebs informiert. Ergänzend sollen Bürgerinnen und Bürger über die kommunalen Kanäle für einen verantwortungsvollen Umgang sensibilisiert und ihnen praktische Tipps für eine igelfreundliche Gartengestaltung gegeben werden.
Igelbestand geht zurück
Zur Begründung verweist die Fraktion auf den rückläufigen Bestand des Europäischen Igels. Die Weltnaturschutzunion IUCN habe den Braunbrustigel im Oktober 2024 erstmals als "potenziell gefährdet" eingestuft. Neben dem Verlust von Lebensräumen und dem Rückgang der Insektenpopulation stellten insbesondere Mähroboter bei nächtlichem Betrieb eine Gefahr dar.
Betrieb tagsüber weiterhin möglich
Nach Auffassung der Grünen stelle die vorgeschlagene Regelung keinen unverhältnismäßigen Eingriff dar. Der Einsatz von Mährobotern solle nicht grundsätzlich untersagt, sondern lediglich auf die Tagesstunden beschränkt werden. Für Besitzer der Geräte bedeute dies lediglich eine Anpassung der Betriebszeiten.
Der Antrag steht erstmalig am Montag, 6. Juli, auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Anschließend soll er voraussichtlich zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse verwiesen werden.








