Ennepetal. Es wird gehämmert, geschmiedet, gedrechselt, getöpfert und gedruckt: Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, finden am Krenzer Hammer in der Peddenöde die 4. Schmiede- und Mitmachtage statt. Jeweils von 11 bis 18 Uhr steht dort traditionelles Handwerk im Mittelpunkt — zum Zuschauen, Ausprobieren und Entdecken.

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Einblicke in die Schmiedekunst

Bei Führungen durch die Fabrikhalle können Besucher die Arbeit der Freiformschmiede kennenlernen. Die W. Krenzer Werkzeugfabrik schmiedet seit 1914 in der Peddenöde hochwertige Handwerkzeuge und ist heute die letzte Freiformschmiede im Tal der Ennepe. Einst gab es dort 48 Schmieden.

Vor der Fabrikhalle geht es ebenfalls heiß her: An Ambossen zeigen Schmiede, wie aus glühendem Eisen ein Hammerkopf entsteht. Dabei können Interessierte auch selbst Hand anlegen und erfahren, wie viel Kraft und Geschick in der traditionellen Arbeit stecken.

Viele Handwerker zeigen ihr Können

Rund um die Schmiede gibt es zahlreiche weitere Gewerke zu entdecken. Ein Messermacher informiert über geeignete Stähle für die Messerherstellung. Außerdem zeigen Handwerker, wie sie Kupfer und Schiefer bearbeiten. Zudem geben Töpferinnen, eine Glasmacherin und ein Buchdrucker Einblicke in ihre Arbeit. Auch beim Papierschöpfen können die Besucher selbst aktiv werden.

Holz steht ebenfalls im Mittelpunkt: Drechsler, eine Intarsien-Arbeiterin und eine Holz-Schmuckdesignerin zeigen, was sich aus dem Naturmaterial herstellen lässt. Hinzu kommen Handdruck mit Modeln und Linoldruck. Wer sich für Textilien interessiert, kann den Weg von der Schafwolle bis zum Pullover verfolgen.

Die ausgestellten handgefertigten Arbeiten wie Töpferwaren, Holzarbeiten und Messer werden auch zum Verkauf angeboten.

Fotografie und Natur an der Ennepe

Außerdem stellt der Breckerfelder Fotograf Christof Wippermann eine Fotostrecke mit Szenen aus dem Alltag der Schmiede aus. Am Samstagnachmittag richtet Britta Kunz von der Biologischen Station dann den Blick auf die Ennepe und erkundet die Lebewesen im und am Fluss.

Der Breckerfelder Fotograf Christof Wippermann zeigt seine Aufnahmen vom Krenzer Hammer im Rahmen einer Ausstellung.
Foto: Satur

Für Essen und Getränke ist ebenfalls gesorgt. Das Angebot reicht dabei von süßen bis zu herzhaften Speisen und bietet auch fleischlose Möglichkeiten.

Infos und Parken

„Wir möchten mit den Schmiede- und Mitmachtagen zeigen, wie vielfältig traditionelle Handwerkskunst ist — und wie spannend es sein kann, selbst einmal Hammer, Werkzeug oder Material in die Hand zu nehmen“, erklären die Organisatoren vom Förderverein Krenzer Hammer. Für Besucher stehen bei der Firma Thun an der Adresse „Peddenöde 6“ Parkplätze zur Verfügung. Von dort aus führt ein ausgeschilderter Fußweg zum Festgelände. Wer einen der Behindertenparkplätze am Wohnhaus benötigt, word gebeten, sich vor Ort bemerkbar zu machen.

Nähere Informationen zum Kreuzer Hammer finden Interessierte unter www.krenzerhammer.de.