Wie gelingt es, ländliche Regionen lebenswert, innovativ und zukunftsfähig zu gestalten und wie kann bürgerschaftliches Engagement dabei langfristig unterstützt werden? Diese Fragen standen Ende Januar im Mittelpunkt eines besonderen Termins im nordrhein-westfälischen Landtag: Unter dem Motto „Wir sind LEADER – im Landtag Nordrhein-Westfalen“ präsentierten sich LEADER-Regionen aus ganz NRW in Düsseldorf, darunter auch die LenneSchiene.
In Nordrhein-Westfalen setzen sich 45 LEADER-Regionen für die Entwicklung und den Zusammenhalt ländlicher Räume ein. „Das Programm zeigt seit vielen Jahren, wie viel möglich wird, wenn Menschen vor Ort Verantwortung übernehmen und gemeinsam Projekte für ihre Dörfer und Städte gestalten“, erklärt Sonja Büsing, Regionalmanagerin der LenneSchiene.
LEADER ist ein Erfolgsmodell und braucht Zukunftssicherheit
In der Förderperiode 2022 bis 2027 werden die LEADER-Regionen in NRW mit insgesamt rund 140 Millionen Euro unterstützt. Die Finanzierung erfolgt über Mittel der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit werden Projekte ermöglicht, die das Leben vor Ort konkret verbessern: von Dorftreffpunkten über Kultur- und Bildungsangebote bis hin zu nachhaltigen Initiativen und neuen Formen der Zusammenarbeit.
Austausch mit Abgeordneten aus der Region
„Neben der Präsentation im Landtag stand in Düsseldorf der persönliche Austausch im Vordergrund“, berichtet Sonja Büsing. Die Regionalmanagements nutzten die Gelegenheit, mit Abgeordneten aus Südwestfalen über Herausforderungen und Chancen in der Region zu sprechen. Dabei sei deutlich geworden: Viele der Themen, die LEADER seit Jahren bewegten, seien aktueller denn je, vom demografischen Wandel über Daseinsvorsorge bis hin zu Mobilität, Ehrenamt und Klimaanpassung.
Gerade in Zeiten, in denen auf europäischer Ebene über kommende Förderperioden diskutiert wird, sei es wichtig, LEADER weiterhin deutlich zu positionieren. Denn die Erfahrung zeige: „Wenn Fördermittel mit Beteiligung, regionaler Entscheidungskompetenz und echten Netzwerken verbunden sind, entstehen Projekte mit langfristiger Wirkung.“
Gemeinsam für starke ländliche Räume
Für die LEADER-Region LenneSchiene war der Termin ein wichtiges Signal: „Der direkte Austausch mit der Landespolitik macht deutlich, wie entscheidend verlässliche Förderstrukturen und regionale Entscheidungsspielräume für die erfolgreiche Umsetzung von Projekten im ländlichen Raum sind“, so Büsing. Die Region setze sich weiterhin dafür ein, dass LEADER auch künftig ein starkes Instrument der Regionalentwicklung bleibe.
Die LenneSchiene
Die LEADER-Region LenneSchiene besteht seit 2015 aus den Kommunen Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop.
Zusätzlich zur LEADER-Förderung bietet die Region seit 2020 die Kleinprojekt-Förderung an. Die zusätzlichen Fördermittel werden über die „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) des Bundes und der Länder zur Verfügung gestellt. Die Kommunen der Region LenneSchiene steuern dabei einen Anteil von 10 Prozent hinzu.








