Die Metall- und Elektroarbeitgeber aus dem Märkischen Südkreis weisen die Forderung der IG Metall in der aktuellen Tarifrunde nach einer Erhöhung der Einkommen um fünf Prozent als angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage „eindeutig zu hoch und völlig unrealistisch“ zurück.
„Stattdessen brauchen wir auch tarifpolitische Antworten auf die Strukturkrise unserer Industrie,“ fordert Andreas Kostal, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Lüdenscheid.
„Die Unternehmen unserer Region stehen vor enormen Herausforderungen. Der Kosten- und Wettbewerbsdruck hier am heimischen Standort ist enorm “, erklärt Kostal.
Seit dem Jahr 2018 seien die Produktion in der M+E-Industrie in NRW um 27 Prozent und die Beschäftigung um zehn Prozent eingebrochen. „Ein beträchtlicher Kostenfaktor für unsere Unternehmen ist der hohe Lohnkostenanteil. Dieser liegt gerade in unserem regionalen Mittelstand sogar noch deutlich über dem Branchendurchschnitt, häufig bis an die 40 und zum Teil sogar bis an die 50 Prozent. Diese hohen Arbeitskosten sind eine wesentliche Ursache für den massiven Wettbewerbsnachteil am Standort Deutschland “, betont Kostal.
Die anstehende Tarifrunde müsse die schlechte wirtschaftliche Situation der Branche berücksichtigen und ihr im Verhandlungsergebnis Rechnung tragen. „Wir brauchen tarifpolitische Lösungen, die den Unternehmen Luft zum Atmen lassen, Investitionen wieder ermöglichen und damit industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichert. Wir sind eine Industrieregion und wollen es bleiben. Dafür müssen wir wieder Substanz erwirtschaften und aufhören, von ihr zu leben“, unterstreicht Kostal.










