Die Museen der Stadt Lüdenscheid sollen nun doch einen Multimedia-Guide für die gesamte Einrichtung erhalten. Möglich wird das durch ein Förderprojekt, von dem sich die Verantwortlichen vor allem bei der Vermittlungsarbeit deutliche Vorteile versprechen.
Die Museen der Stadt Lüdenscheid sollen nun doch einen Multimedia-Guide für die gesamte Einrichtung erhalten. Möglich wird das durch ein Förderprojekt, von dem sich die Verantwortlichen vor allem bei der Vermittlungsarbeit deutliche Vorteile versprechen.
Bislang erfolgt die Vermittlung vor allem analog – etwa im Rahmen von Führungen. Das bindet Personal und setzt zudem eine entsprechende Terminabsprache voraus.
Der geplante Multimedia-Guide soll diese Möglichkeiten deutlich erweitern. Vorgestellt wurde er in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses.
Vermittlung auch in leichter Sprache
Die Technik kann mehrsprachig eingesetzt werden und soll zugleich dazu beitragen, bestehende Barrieren abzubauen. Vorgesehen ist unter anderem eine Vermittlung in leichter Sprache. Besucherinnen und Besucher könnten damit künftig eigenständig durch die Einrichtung gehen, ohne auf eine gebuchte Führung angewiesen zu sein.
Auch unterschiedliche Formen von Rundgängen sollen sich über das System abbilden lassen. Denkbar sind individuelle Einzeltouren ebenso wie thematisch zusammengestellte Rundgänge – etwa durch die neue Dauerausstellung, die Galerie oder den Museumsgarten. Damit ließe sich das Vermittlungsangebot stärker auf unterschiedliche Interessen und Zielgruppen zuschneiden.
„Das ist das Geld wert“, betonte Jessica Struckmeier, Fachdienstleiterin Kultur, im Ausschuss. Die Investition beläuft sich insgesamt auf 95.000 Euro. Davon übernimmt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 48.000 Euro. Zum städtischen Anteil kommen allerdings noch die Kosten für Service und Wartung hinzu. Für einen Zeitraum von fünf Jahren sind dafür weitere 21.000 Euro vorgesehen.
Der Kulturausschuss stimmte der Anschaffung des Multimedia-Guides zu.
Baustelle Museum: Kostenobergrenze wird eingehalten
Während der Multimedia-Guide nun konkret Gestalt annimmt, bleibt die Frage nach der Wiedereröffnung der Museen weiterhin offen.
Museumsleiter Dr. Eckhard Trox konnte erneut keinen konkreten Eröffnungstermin nennen. Er sprach davon, dass man sich „wenige Monate vor Eröffnung“ befinde. Eine Formulierung, die zugleich den Fortschritt beschreibt und das weiterhin bestehende Dilemma deutlich macht.
Bis zur Eröffnung ist noch eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehören immer wieder auch bauliche Sanierungsmaßnahmen. Gleichzeitig gilt weiterhin: Der festgelegte Kostendeckel darf nicht überschritten werden. Die Verantwortlichen bewegen sich damit zwischen dem Anspruch, die Arbeiten voranzutreiben, und der Notwendigkeit, zusätzliche Kosten zu vermeiden. Dieser Balanceakt kostet immer wieder Zeit. Trox konnte den Mitgliedern des Ausschusses dennoch eine positive Nachricht mitbringen. „Die Kostenobergrenze wird eingehalten – eine gute Nachricht für Sie“, sagte er.








