Die Iserlohn Roosters haben nach eigenen Angaben die Vorfälle nach dem Heimspiel beim Saisonauftakt gegen den ERC Ingolstadt aufgearbeitet.
Wie berichtet, war es nach der Partie offenbar zu gewaltsamen Auseinandersetzungen beider Fanlager gekommen. Zeitnah hatten die Roosters reagiert und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Vor allem wurde jegliche Art der Gewalt verurteilt und eine Vermummung der Fans untersagt.
Jetzt liegt die abschließende Stellungnahme der Iserlohn Roosters vor:
„Im Nachgang zu den Vorfällen rund um unser erstes Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt am 18. September haben wir die Aufarbeitung intensiv vorangetrieben. Dazu standen wir im Austausch mit allen relevanten Beteiligten und Anspruchsgruppen, darunter der Polizei, dem Sicherheitsdienst, den Fanbeauftragten und einzelnen Fangruppierungen. Sämtliche Gespräche verliefen konstruktiv und lösungsorientiert. Dabei bestand Einigkeit darüber, dass die Vorfälle konsequent aufgearbeitet, notwendige Maßnahmen umgesetzt und die Sicherheit bei unseren Heimspielen gemeinsam gewährleistet werden müssen.
Im unmittelbaren Nachgang des ersten Heimspiels haben wir bereits erste Konsequenzen gezogen. Dazu gehören die Aussprache von Stadionverboten sowie Anpassungen an unserem Sicherheitskonzept. Dieser Prozess ist aktuell noch nicht abgeschlossen und wird über die nächsten Tage und Wochen weiterlaufen.
Sicherheit hat oberste Priorität
Die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitenden in unserer Eissporthalle hat für uns oberste Priorität. Jeder Mensch soll sich am Seilersee willkommen und sicher fühlen können. Fehlverhalten, insbesondere wenn dadurch die Sicherheit anderer gefährdet wird oder Beleidigungen und Drohungen ausgesprochen werden, werden wir konsequent bewerten und angemessen sanktionieren. Gleichzeitig müssen wir verhindern, dass vermeidbare Vorfälle weitere kostenintensive Sicherheitsmaßnahmen erforderlich machen und dadurch zusätzliche finanzielle Belastungen sowie Einnahmeausfälle entstehen. Diese würden unseren Standort und das Eishockey in Iserlohn zusätzlich belasten.
Auf Unterstützung der Fans angewiesen
Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer Fans und Hallenbesucher angewiesen. Wer Zeuge eines Fehlverhaltens wird oder selbst davon betroffen ist, sollte dies bitte umgehend dem Sicherheitsdienst und bei Bedarf direkt der Polizei melden. Nur wenn Vorfälle zeitnah bekannt werden, können wir gemeinsam mit den zuständigen Stellen reagieren, Verantwortliche identifizieren und weiteres Fehlverhalten verhindern. Wegsehen hilft niemandem – Zivilcourage und das Melden von Vorfällen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit aller.
Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und zugleich den Zusammenhalt unserer Eishockeygemeinschaft zu stärken. Wir wollen, dass Mannschaft, Fans und alle Beteiligten gemeinsam auftreten und unsere Mannschaft auf dem Eis bestmöglich unterstützen können. Die Unterstützung von den Rängen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Standorts. Sie lebt von Leidenschaft, Zusammenhalt und einem respektvollen Umgang miteinander.
Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass die Eissporthalle ein sicherer Ort bleibt und unsere Mannschaft im Mittelpunkt stehen kann. Lasst und diesen Weg im offenen Dialog mit allen Beteiligten weitergehen.“








