Für Frank Kuschmirtz und die Steuerungsgruppe, die das Integrative Handlungskonzept Altstadt (IHK) begleitet hat, heißt es durchatmen. Nach fast zwölf Jahren Bauzeit schließt die Stadt Lüdenscheid das Projekt "Mensch Altstadt!" ab. Rund 23 Millionen Euro wurden in die weitreichende Erneuerung der Innenstadt investiert.
Den Besuch beim Fest „Zauberhafte Altstadt“, das am Samstag, 20. Juni, den offiziellen Abschluss des Projekts „Mensch Altstadt“ bildet, haben sich alle redlich verdient. „Mensch Altstadt“ war das zentrale Stadtentwicklungsprojekt auf der Grundlage des IHK, das in den Jahren 2014/2015 mit Bewohnern der Altstadt und anderen lokalen Akteuren erarbeitet wurde.
„Ein zentrales strategisches Ziel war die Stärkung der Altstadt als Kultur- und Bildungsstandort“, sagte Frank Kuschmirtz beim letzten Treffen der Steuerungsgruppe unter seiner Leitung. Das ist aus Sicht der Beteiligten gelungen.
Drei große Hochbauvorhaben bildeten das Rückgrat des Projektes „Mensch Altstadt“. Dazu zählten der Neubau der Musikschule am Staberg sowie die Sanierung des Alten Rathauses und der Alten Post, die zu zwei modernen Standorten für die Volkshochschule Lüdenscheid umgebaut wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Erneuerung der Wilhelmstraße und die Aufwertung der historischen Altstadtgassen. Auch markante Treffpunkte wie der Graf-Engelbert-Platz wurden in dieser Zeit aufgewertet, um die Aufenthaltsqualität im Zentrum für alle Bürger dauerhaft zu steigern.
Abrechnung läuft noch bis 2030
Die Diskussionen um die Parkflächen, die durch den Neubau der Musikschule wegfielen, oder auch das veränderte Gesicht des Brunnens auf dem Graf-Engelbert-Platz sind längst verstummt. Nach Angaben von Frank Kuschmirtz habe ein Gutachter der Bezirksregierung die Neugestaltung bei einer Begehung vor Ort ausdrücklich gelobt. Alles in Butter also.
Noch ist Sabine Feis von der Stabsstelle Fördermanagement mit der Abrechnung des 23-Millionen-Euro-Projekts beschäftigt. 15,8 Millionen Euro seien bereits abgerechnet. Das Verfahren werde sich noch bis 2030 hinziehen, auch weil einige Baumaßnahmen in der Stadt noch weiterlaufen. Dazu zählen unter anderem Arbeiten an der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.
Können mit Fördermitteln umgehen
Wichtig ist für Frank Kuschmirtz: „Wir haben Düsseldorf gezeigt, dass wir mit Fördermitteln umgehen können.“ Zwischenzeitlich sei mal ein Bagatellbetrag beanstandet worden. Das falle aber nicht ins Gewicht. Frank Kuschmirtz ist sich sicher: „Lüdenscheid hat einen guten Ruf in Düsseldorf.“ Das werde sich bei künftigen Förderanträgen auszahlen.






