Im Grohe Forum steht für Handballfreunde ein Super-Samstag auf dem Programm.
HTV-Frauen wollen weiße Weste behalten
Um 16.30 Uhr wird am Samstag, 17. Oktober, das Topspiel der Frauen-Oberliga zwischen dem ungeschlagenen Tabellenführer HTV Hemer (10:0 Punkte) und Verfolger DJK Eintracht Coesfeld (6:2) angepfiffen. Das Team von Vanessa Rohlf setzte sich zuletzt beim bis dato ebenfalls verlustpunktfreien Regionalliga-Absteiger FC Vorwärts Wettringen souverän mit 27:21 (11:10) durch. Nun spielt mit DJK Eintracht Coesfeld der andere Absteiger im Grohe Forum vor. Die Mannschaft aus dem Münsterland kassierte zum Saisonauftakt eine 28:43-Schlappe bei ASC Dortmund II, arbeitete sich dann aber mit drei Erfolgen gegen HVE Villigst/Ergste (41:31), PSV Recklinghausen II (30:23) und SC Greven (33:28) in die Spitzengruppe vor.
In diesem Duell muss Vanessa Rohlf schweren Herzens auf die privat verhinderten Dorkas Becker und Alexandra Hitz verzichten. „Wir müssen uns gegen die offensive Deckung des Gegners durchsetzen. Im Training haben wir das thematisiert. Und wir wollen unsere weiße Weste behalten." Ein besonderes Augenmerk gilt dem wurfgewaltigen DJK-Rückraum mit Maike Dieker und Juliana Hüls.
Regionalliga-Derby vor ausverkauftem Haus
Und um 19 Uhr geht dann das emotionsgeladene Regionalliga-Derby zwischen dem HTV Hemer (4:6 Punkte) und der SG Menden Sauerland Wölfe, Co-Spitzenreiter mit 9:3 Zählern, wohl auch wieder vor ausverkauftem Haus über die Bühne. „Wir haben 800 Karten gedruckt und die sind so gut wie vergriffen“, berichtete HTV-Vorstandsmitglied Lars Heierhoff.
Im Vorfeld hatte es ein wenig geknirscht im Verhältnis beider Vereine, denn die von den Hönnestädtern erbetene Spielverlegung kam nicht zustande. Weil sich SG-Coach Ralf Heinemann in dieser Woche einer seit langem geplanten OP unterziehen musste, sollte ein anderer Termin vereinbart werden. Jedoch stimmten die Hemeraner einer Verschiebung nicht zu.
Nun stehen Tihomir Knez, Trainer der ungeschlagenen Bezirksliga-Reserve, der etliche Jahre den Oberligisten HTV Hemer trainierte, und Timo Schneidersmann als Sportlicher Leiter in dieser brisanten Partie an der Linie. Der 69-jährige Ralf Heinemann will im wahrsten Sinne des Wortes so schnell wie möglich wieder am Ball sein. „Ich denke, dass er der ersten Mannschaft unabhängig von der Spielklasse auch in der nächsten Saison als Trainer zur Verfügung steht“, verrät Timo Schneidersmann kein Geheimnis.
Mit Simon Skupin (erkrankt) und Tobias Böck (doppelter Bänderriss) fehlen den Wölfen zwei Rechtsaußen. „Aber wir haben mit Fiete Schlücking starken Ersatz. Er hat in den beiden letzten Spielen elf Tore erzielt.“
HTV Hemer will Heimvorteil nutzen
Beim HTV Hemer sieht Trainer Bosko Bjelanovic in seiner fünften Saison trotz der unerwarteten 32:33-Niederlage gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht Westfalia Herne gute Chancen auf einen Derbysieg. „Damit das klappt, müssen wir nach Ballverlust schneller zurücklaufen. Wir haben zu viele Tempogegenstöße kassiert. Zudem fehlte es an der nötigen Effizienz im Abschluss.“
Er sah im letzten Heimspiel nur wenige gute Momente. Es mangelt ihm in dieser Punktrunde bis jetzt an der erforderlichen Konstanz. Gegen den alten Rivalen, den Bosko Bjelanovic als Aufstiegskandidaten sieht, kann er weiterhin nicht auf Marc Marchlewitz (Kreuzbandriss) zurückgreifen. Ob der zweitbeste Torschütze Moritz Frenzel und Yannis Spiekermann auflaufen, ließ der HTV-Trainer noch offen. „Wir sind hoch motiviert und wollen vor vollem Haus unseren Heimvorteil nutzen."








