Lutz Klemkow hat einen guten Rat für die Schülerinnen und Schüler aus dem Technikkurs der Freien Christlichen Realschule. „Schaut auf Eure eigenen Füße“, sagt der Bildungsreferent. Bei der Berufswahl solle jeder seinen eigenen Weg gehen und nicht das machen, was vielleicht Freundinnen und Freunde toll finden.

Technik hautnah erleben, statt in trockenen Vorträgen: Das stand für die Jugendlichen der Freien Christlichen Realschule am Donnerstag auf dem Stundenplan. 90 Minuten lang lernten sie bei praktischen Übungen im zweistöckigen M+E-Infotruck auf dem Sternplatz die Vielfalt der Berufe in der Metall- und Elektroindustrie kennen.

Allein beim Schalksmühler Unternehmen Spelsberg sind es neun. In der Metall- und Elektroindustrie können Interessenten zwischen 50 Ausbildungsberufen wählen. Das erklärte die Ausbildungsleiterin der Besuchergruppe im zweiten Stock des Trucks, während Lutz Klemkow die zweite Gruppe auf der ersten Ebene mit praktischen Übungen beschäftigte. Stecker stecken, Verbindungen herstellen, arbeiten an einer CNC-Fräsmaschine und mehr – die meisten fanden es spannend.

Eine der Schülergruppen mit AGV-Pressereferentin Beate Paga (links).
Foto: Wolfgang Teipel / LokalDirekt

„Kein Wunder“ sagt Lutz Klemkow. „Die Produkte, die die Metall- und Elektroindustrie produziert, kennen alle. Die Berufe kennt von den jungen Leuten kaum jemand.“ Dabei bietet sie vielfältige, zukunftssichere duale Ausbildungsberufe, die Mechanik, Elektronik und IT verbinden. Zu den gefragtesten Berufen zählen Mechatroniker, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Zerspanungsmechaniker und Technische Produktdesigner.

Die Informationen dazu liefert der Arbeitgeberverband (AGV) Lüdenscheid. Er organisiert alljährlich die Tour des Infotrucks durch den südlichen Märkischen Kreis. Beate Paga, Pressereferentin des AGV, ist stolz darauf, die Berufsorientierung auf Rädern erneut ins Verbandsgebiet gelotst zu haben. „Bundesweit sind zehn dieser Fahrzeuge unterwegs und das Interesse der Schulen ist riesengroß“, sagt sie. Die Rückmeldungen aus der Lehrerschaft auf das Angebot seien durchweg positiv. Ausstattung und Design der hochmodernen und funktionalen Trucks seien ganz auf die aktuelle Generation von Jugendlichen, die mit der Nutzung von Smartphones aufgewachsen ist, abgestimmt. 

Ein guter Rat auf dem Klemmbrett.
Foto: Wolfgang Teipel / LokalDirekt

So erfüllt das gemeinsam mit Pädagogen und Experten entwickelte Einsatzkonzept alle Erwartungen der Schulen an moderne Berufsinformation. Die Hauptzielgruppe des M+E-Infotrucks sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 an weiterführenden Schulen.