Abgestorbene Fichten, Borkenkäfer, und die Folgen heißer und trockener Sommer: Wie geht es dem Schalksmühler Wald — und wie kann er fit für die Zukunft gemacht werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 20 Teilnehmer am Samstag, 19. September, bei einem Waldspaziergang der Schalksmühler Grünen.
Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Gregor Kaiser machten sich die Teilnehmer auf dem Weg in den Wald. Rund zwei Stunden lang ging es dabei nicht nur um die Schäden der vergangenen Jahre, sondern auch darum, wie sich der Wald künftig entwickeln könnte.
Zwei Stationen zeigten dabei ganz unterschiedliche Ausgangslangen: Die Gruppe besuchte eine ehemalige Fichtenfläche, die sich nach der Abholzung neu entwickelt, und einen gewachsenen Buchenwald.
Vom Borkenkäfer bis zur Biodiversität
Kaiser ist nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern leitet nach Angaben der Grünen auch einen eigenen Forstbetrieb. Während des Spaziergangs ging er auf die Fragen der Teilnehmer ein und berichtete von seinen Erfahrungen aus der Praxis.
Dabei ging es nicht nur um abgestorbene Fichten und die Folgen des Borkenkäfers, sondern auch um die natürliche Entwicklung von Waldflächen und die Bedeutung unterschiedlicher Baumarten. Weitere Themen waren Biodiversität, Jagd und die Kühlfunktion des Waldes.
Maßnahmen im Wald könnten nach Einschätzung Kaisers dazu beitragen, dessen Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze und Trockenheit zu erhöhen. Das grundlegende Problem ließe sich damit allerdings nicht lösen. Langfristig könne dem Wald nur geholfen werden, wenn es gelinge, den Klimawandel zu stoppen.
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Wald ist mehr als Holz
Zur Sprache kam außerdem, welchen wirtschaftlichen Wert ein Wald eigentlich hat. Dieser lasse sich, so Kaiser, nicht allein am Holz festmachen.
Auch der Schutz von Boden und Wasser, die Bedeutung für die Artenvielfalt und die Kühlfunktion gehörten zu den Leistungen des Waldes. Diese seien zwar schwieriger in Geld auszudrücken, hätten jedoch einen erheblichen wirtschaftlichen Wert. Würden sämtliche Leistungen eines Hektars Wald berücksichtigt, liege dieser nach Kaisers Einschätzung um ein Vielfaches über dem reinen Holzwert.
Während des Spaziergangs blieb auch Zeit für Fragen und Diskussionen darüber, wie der Wald künftig bewirtschaftet und gleichzeitig widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden kann.









