Der DRK-Stadtverband Lüdenscheid hat am 6. Mai seine Mitgliederversammlung in den Räumen an der Hochstraße abgehalten. Im Mittelpunkt standen neben organisatorischen Beschlüssen vor allem das ehrenamtliche Engagement, die Gemeinschaft im Verein und die Ehrung langjähriger Mitglieder.
Wachsende Herausforderungen
Vertreter aus Ehren- und Hauptamt berichteten über Aktivitäten und Einsätze der vergangenen Geschäftsjahre. Die Berichte zeigten nicht nur die Bandbreite der Arbeit im DRK Lüdenscheid, sondern gleichzeitig einen wachsenden Handlungsbedarf auf: „Die rückläufigen Zahlen bei Blutspendern, Fördermitgliedern und Ehrenamtlichen stellen uns vor große Herausforderungen“, erklärte der Stadtverband. „Damit zeigt sich erneut ein gesellschaftlicher Negativtrend: Immer weniger Menschen sind bereit, sich langfristig ehrenamtlich zu engagieren und Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.“
Vorstand entlastet, Zukunftsstrategie im Fokus
Die Mitgliederversammlung entlastete den hauptamtlichen Vorstand unter Leitung von Markus Pflüger sowie das Präsidium einstimmig für die Geschäftsjahre 2024 und 2025. Zudem genehmigten die Mitglieder den Wirtschaftsplan für 2026.
In diesem Zusammenhang machte der Stadtverband deutlich: „Wir müssen uns zukunftsorientierter aufstellen und neue Geschäftsfelder erschließen, um unsere Arbeit langfristig zu sichern.“ Insbesondere durch den Wegfall des Altkleidergeschäfts als wichtige Einnahmequelle bestehe die Notwendigkeit, neue Entwicklungen und Perspektiven für den Verein zu schaffen.
Ehrungen für jahrzehntelange Treue
Ein Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 60-jährige Zugehörigkeit zeichnete der Verband Volker Drechsel aus. Auch Roger Dämmer erhielt diese Auszeichnung, konnte jedoch nicht persönlich teilnehmen. Beide engagierten sich über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen Bereichen des Vereins.
Wahlen, offene Posten und Aufruf zum Mitmachen
Im Rahmen turnusmäßiger Wahlen konnte die Versammlung die Positionen des dritten und vierten Beisitzes zwar neu besetzen — weiterhin unbesetzt bleiben jedoch der Vorsitz des Präsidiums sowie das Justiziariat.
Mit Blick auf die Zukunft betont der DRK-Stadtverband die Bedeutung des Ehrenamts für die Vereinsarbeit. „Engagierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit willkommen, sich bei uns einzubringen“, erklärte der Verband. Unterstützung wird unter anderem im Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, bei Blutspenden sowie in sozialen Arbeitskreisen und im Jugendrotkreuz benötigt.








