41 Aussteller, großes Publikumsinteresse und eine vollbesetzte Schützenhalle beim Auftritt von Doc Esser: Die Infomesse „Irgendwo zwickt’s immer“ brachte am Samstag in Plettenberg zahlreiche Anbieter aus dem Gesundheits- und Pflegebereich zusammen. Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach bezeichnete die Veranstaltung als „Meilenstein“ in der 13-jährigen Geschichte des Gesundheits- und Pflegenetzwerks Plettenberg-Herscheid.
In der Schützenhalle und im benachbarten Rathaus stellten Dienstleister und Einrichtungen ihre Angebote vor. Das Interesse der Besucher war den gesamten Tag über groß. Am Nachmittag füllte sich die Schützenhalle zum Vortrag des aus Radio und Fernsehen bekannten Kardiologen Heinz-Wilhelm „Doc“ Esser.
Bewegung, Ernährung und Resilienz
Der aus Köln angereiste Mediziner erläuterte gut gelaunt die drei Säulen der Gesundheit: Bewegung, Ernährung und Resilienz.
„Sport ist der Gefäßputzer“, sagte Esser. An Beispielen zu Bluthochdruck und Diabetes verdeutlichte er, welche Bedeutung Bewegung für die Gesundheit hat.
Beim Thema Ernährung sprach er über Essenspausen, etwa durch Fasten oder die 16:8-Methode. Diese könnten nach seinen Ausführungen zur Erholung und Regeneration der Zellen beitragen. Er empfahl viel Gemüse, wenig Fleisch – etwa 300 Gramm pro Woche – und Getränke ohne Alkohol. Diese Faktoren seien auch wichtig, um Demenz vorzubeugen, erklärte Esser.
Als dritte Säule beschrieb er die Resilienz, die psychische Widerstandskraft. Gelassenheit, Selbstwirksamkeit und Glaube könnten zu emotionaler Stabilität beitragen. Esser gab praktische Tipps für mehr Flexibilität und betonte zum Abschluss dieses Themas, dass Dankbarkeit psychisch stärker mache.
Die Zuhörer verabschiedeten ihn mit anhaltendem Beifall. Nach dem Vortrag nahm sich Esser Zeit, Bücher zu signieren, für Fotos zur Verfügung zu stehen und Fragen zu beantworten.
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Dank an die „Motoren“ des Netzwerks
Bereits vor dem Auftritt hatte Plettenbergs Bürgermeister Ralf Beßler den Organisatorinnen Katja Gerecht (Stadt Plettenberg) und Meryem Yilmaz (Gemeinde Herscheid) mit einem Blumenstrauß für ihre Arbeit gedankt – auch im Namen seines Herscheider Amtskollegen Uwe Schmalenbach.
Schmalenbach bezeichnete die beiden als „Motoren“ des Netzwerks, dem mehr als 70 Partner angehören. 41 davon waren bei der Infomesse vertreten. „Wir hatten eine Warteliste. Mehr ging nicht“, sagte Yilmaz. „Das ist ein beeindruckendes Angebot“, erklärte Schmalenbach.
„Gesundheit und Pflege werden immer wichtigere Themen“, stellte der Herscheider Bürgermeister fest. Das gemeinsame Netzwerk der beiden Nachbarkommunen sei in seiner Art einzigartig. Mit den Wegweisern „Gut informiert älter werden“ und „Psychosoziale Hilfen“ bietet es den Menschen in Plettenberg und Herscheid praktische Unterstützung.









