Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt, und trotzdem kommt das Gehen in der Verkehrsplanung oft zu kurz. In Iserlohn soll sich das jetzt ändern: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen Fußverkehrs-Check wurde die Stadt Iserlohn vom Verkehrsministerium des Landes NRW und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmer ausgewählt.
Workshop gibt Fußgängern die Möglichkeit mit Politik zu sprechen
Nachdem Landesverkehrsminister Oliver Krischer Mitte April Iserlohns Stadtbaurat Thorsten Grote die Teilnahmeurkunde verliehen hat, geht es nun mit dem Auftaktworkshop am Dienstag, 1. September, um 17.30 Uhr im KAI auf dem Gelände des Wissenscampus an den Start. Zu dem Workshop sind alle Bürger aus Iserlohn eingeladen, gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Verbänden die Belange der Fußgänger zu diskutieren, beispielsweise über fehlende Zebrastreifen oder Ampeln sowie fehlenden Platz für Fußgänger.
„Gehen hat als nachhaltige Fortbewegungsmethode großes Potenzial, das wir noch besser nutzen können“, so Stadtbaurat Thorsten Grote. „Dafür wollen wir als Verwaltung gemeinsam mit den Bürgern daran arbeiten und das Gehen noch attraktiver machen. Im Auftaktworkshop geht es um konkrete Vorschläge, wo in Iserlohn wir mit dem Fußverkehrs-Check ansetzen wollen, um Verbesserungen zu erzielen.“
Gemeinsamer Einsatz für Fußgänger
Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, in dem Iserlohn seit gut einem Jahr Mitglied ist. 41 Kommunen hatten sich landesweit beworben, zwölf bekamen den Zuschlag.
Thomas Nienhaus, zuständig für Fußverkehrsberatung beim Zukunftsnetz Mobilität NRW, erläutert das praktische Prinzip: „Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind dabei das Kernstück – vor Ort haben Teilnehmer die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren.“
Um einen professionellen Ablauf zu gewährleisten, begleitet und moderiert ein Fachbüro den Prozess und wertet die Ergebnisse aus, damit die Verwaltung darauf bei Bedarf mit konkreten Maßnahmen aufbauen kann. Für die Gewinner des Wettbewerbs ist der gesamte Check kostenlos, er wird vom Land NRW gefördert.








