Die Iserlohn Roosters haben auch ihr viertes Saisonspiel in der aktuellen PENNY-DEL verloren. Die Sauerländer unterlagen in ihrem Auswärtsspiel dem Meister Eisbären Berlin mit 0:4.
Die bisherigen Niederlagen waren mit jeweils nur einem Tor Unterschied knapp, es reichte nur zu einem Punkt und dem letzten Tabellenplatz. Dieses Mal erwischte es die Waldstädter auch in dieser Höhe verdient heftiger. Schon in der vergangenen Spielzeit hatten die Iserlohner in der Uber-Arena wenig zu bestellen und verloren jeweils mit fünf Gegentoren.
Ex-Rooster im Berliner Tor
Im Tor der Berliner stand ein gebürtiger Iserlohner. Jonas Neffin erlernte das Eishockey-Spielen im Nachwuchs der Sauerländer und gehörte bis 2019 zum Kader der Iserlohner. Für die war schon Vater Jens aktiv. Der 26-Jährige war vor der Saison vom DEL2-Club Eisbären Regensburg zum Meister in die Bundeshauptstadt gewechselt. Es war Neffins erster Einsatz für seinen neuen Club, sein sechster insgesamt in der Deutschen Eishockeyliga. Im Kasten der Gäste vertraute Chefcoach Stefan Nyman auf Andreas Jenike.
Führung durch Vikingstad
Die Roosters erwischten einen guten Start, hatten durch Tyler Boland die erste Tormöglichkeit. Doch der Schuss des Roosters-Kapitäns krachte gegen den Pfosten. In der Folge übernahmen die Hausherren zunehmend das Kommando auf eigenem Eis. Die erste Unterzahl, als Justin Scott auf die Strafbank musste, überstand das Team von Stefan Nyman noch. Bei der zweiten war es für die Eisbären dann soweit. Kevin Bicker brummte in der Kühlbox, als Markus Vikingstad in der 14. Minute zur verdienten 1:0-Führung für die Eisbären traf. So ging es in die erste Pause.
Gegentor in Überzahl
Ins zweite Drittel starteten die Gäste mit einer Überzahl. Die Hoffnung auf den Ausgleich machte Manuel Wiederer in Unterzahl der Berliner in der 22. Minute mit seinem Konter zum 2:0 zunichte. Die Roosters antworteten mit wütenden Attacken auf das Tor der Eisbären. Doch ihr Druck hielt nicht lange an. Der Rekordmeister reagierte routiniert und arbeitete konsequent in der Defensive. Jonas Neffin im Tor der Berliner hatte deutlich weniger zu tun als sein ehemaliger Mannschaftskollege Andreas Jenike im Gehäuse gegenüber. In der 34. Spielminute war aber auch der gute Roosters-Goalie machtlos. Liam Kirk traf zum 3:0 für den Meister. Die Gastgeber beherrschten die Partie jetzt nach Belieben. 35 Sekunden vor der zweiten Drittelsirene erhöhte Ty Ronning mit seinem vierten Saisontreffer sogar noch auf 4:0 für die Eisbären.
Shutout für Jonas Neffin
Im letzten Durchgang verwalteten die Gäste souverän ihren Vorsprung. Die Überlegenheit des Meisters musste auch Roosters-Chefcoach Stefan Nyman nach Spielende neidlos anerkennen. Einer freute sich ganz besonders: Der ehemalige Roosters-Goalie Jonas Neffin feierte einen Shutout.
Am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr müssen die Iserlohn Roosters beim Vize-Meister Adler Mannheim antreten.










