Spannender hätte ein Doppelfinale kaum sein können: Bei den Platzmann Open 2026 fiel die Entscheidung zwischen Admir Kalender/Nino Serdarušić und Finn Bass/Jarno Jans erst im Champions-Tiebreak. Am Ende jubelten die Kroaten über ihren zweiten gemeinsamen Challenger-Titel.
Gut besuchtes Doppelfinale
Bereits zum Doppelfinale am Samstagmittag war der Center Court der Platzmann Open 2026 sehr gut besucht. Die Zuschauer bekamen ein hochklassiges und bis zum letzten Ballwechsel spannendes Endspiel zwischen den Kroaten Admir Kalender und Nino Serdarušić sowie dem britisch-niederländischen Duo Finn Bass und Jarno Jans geboten.
Beide Paarungen fanden von Beginn an gut in die Partie. Starke Aufschlagspiele sorgten zunächst für viele kurze Ballwechsel, während längere Rallyes meist von Kalender und Serdarušić für sich entschieden wurden. Insgesamt entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, in dem beide Paarungen bei eigenem Aufschlag kaum etwas zuließen. Kalender und Serdarušić nutzten ihre erste Breakchance des Satzes und gingen mit 3:2 in Führung. Beim Stand von 5:3 erspielten sie sich einen weiteren Breakball, der gleichzeitig Satzball bedeutete, konnten diesen jedoch nicht verwerten. Wenig später servierten sie den ersten Satz dennoch souverän mit 6:4 aus.
Ausgleich im zweiten Satz
Auch der zweite Satz begann auf hohem Niveau. Kalender und Serdarušić erwischten den etwas besseren Start und erspielten sich früh eine Breakchance, konnten diese jedoch nicht nutzen. Direkt im folgenden Spiel bot sich auch Bass und Jans die Möglichkeit, ihrem Gegner den Aufschlag abzunehmen, doch auch sie ließen diese ungenutzt. Erst beim Stand von 4:3 gelang dem britisch-niederländischen Duo das entscheidende Break. Kurz darauf erspielten sich die Kroaten zwar noch einmal die Chance auf den direkten Ausgleich, Bass und Jans behielten jedoch die Nerven und brachten den Satz mit 6:3 nach Hause.
Spannender Tiebreak
Die Entscheidung musste damit im Champions Tiebreak fallen. Vor den Augen der zahlreichen Zuschauer entwickelte sich ein Finale, das spannender kaum hätte verlaufen können. Kalender und Serdarušić gelang zunächst das erste Mini-Break und sie erspielten sich einen kleinen Vorsprung. Bass und Jans kämpften sich jedoch zurück und glichen nach einem Doppelfehler der Kroaten wieder aus.
In der Schlussphase wechselte das Momentum mehrfach. Nach 1:21 Stunden erspielten sich Kalender und Serdarušić den ersten Matchball, den Bass mit einem Ass abwehrte. Wenig später hatten Bass und Jans ihrerseits erstmals die Chance auf den Titel, doch auch diesen Matchball konnten die Kroaten abwehren. Beim Stand von 11:11 gelang Kalender und Serdarušić schließlich ein weiteres Mini-Break. Ihren insgesamt dritten Matchball verwandelten sie nach 1:25 Stunden zum 6:4, 3:6, 13:11-Erfolg und sicherten sich damit ihren zweiten gemeinsamen Challenger-Titel.
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Über das Match sagte Nino Serdarušić nach ihrem Sieg: „Wir lagen über weite Strecken in Führung. Im zweiten Satz hatten wir eine große Chance auf das Break, konnten sie aber nicht nutzen. Sie haben dann ihre erste Breakchance im zweiten Satz direkt genutzt, und deshalb musste die Entscheidung im Champions-Tiebreak fallen. Dort weiß man nie, was passiert, weil alles innerhalb weniger Minuten entschieden ist. Da muss man jede Chance nutzen, die sich bietet.“
Admir Kalender erklärte anschließend, warum das Duo derzeit so erfolgreich zusammenspielt: „Wir sind auch abseits des Platzes sehr gute Freunde und spielen schon seit unserer Kindheit zusammen. Im Moment stimmt einfach die Energie zwischen uns. Wir haben zuletzt sehr gute Ergebnisse erzielt und hoffen natürlich, dass das so weitergeht.“
Nach dem Doppelfinale geht es auf dem Center Court der platzmann open 2026 mit den Halbfinals im Einzel weiter. Zunächst spielen Jérôme Kym aus der Schweiz und der Däne Elmer Møller um den ersten Finaleinzug. Im anschließenden Match des Tages trifft Tom Gentzsch auf den an Position drei gesetzten Ungarn Zsombor Piros.









