Tom Gentzsch hat sich bei den Platzmann Open 2026 seinen ersten Challenger-Titel gesichert. Vor rund 1.000 Zuschauern bezwang der 22-Jährige im Finale den Schweizer Jérôme Kym in zwei Sätzen und krönte damit eine starke Saison.
Tom Gentzsch ist Sieger der Platzmann Open 2026. Vor ausverkauftem Center Court mit rund 1.000 Zuschauern setzte sich der 22-Jährige im Finale gegen den Schweizer Jérôme Kym mit 6:4, 7:6(4) durch und feierte damit den ersten Challenger-Titel seiner Karriere. Nachdem Gentzsch in diesem Jahr bereits drei Challenger-Endspiele erreicht hatte, krönte er seine starke Saison nun mit dem ersten Titelgewinn. Außerdem wird Gentzsch am Montag mit Rang 145 der Weltrangliste ein neues Career High erreichen.
Gentzsch entscheidet den ersten Satz für sich
Das Finale begann mit starken Aufschlagspielen auf beiden Seiten und vielen kurzen Ballwechseln. Beide Spieler suchten die Entscheidung überwiegend von der Grundlinie und und nur selten über den Weg ans Netz. Mit zunehmender Spieldauer gelang es dem Deutschen jedoch immer häufiger, Kym mit starken Returns in längere Rallyes zu zwingen. Dort übernahm Gentzsch zunehmend die Initiative und erspielte sich früh eine 3:1-Führung.
Auch danach blieb der 22-Jährige der aktivere Spieler und kam beim Stand von 4:1 zu einer weiteren Breakchance, die der Schweizer noch abwehren konnte. Als Gentzsch beim Stand von 5:3 zum Satz aufschlug, geriet er erstmals unter Druck. Kym erspielte sich drei Breakbälle. Den ersten wehrte Gentzsch noch mit einem Ass ab. Mit insgesamt 35 Assen im Turnier erreichte er damit auch den Bestwert der Platzmann Open 2026. Das Rebreak konnte er jedoch nicht mehr verhindern.
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Direkt im folgenden Spiel antwortete Gentzsch mit mehreren sehenswerten Vorhand-Longline-Winnern und erspielte sich einen Break- und gleichzeitig Satzball. Kym wehrte die erste Möglichkeit noch mit einem Ass ab, ehe sich Gentzsch wenig später nach 36 Minuten mit einem Schmetterball den ersten Satz sicherte. Für den Schweizer war es zugleich der erste Satzverlust des gesamten Turniers.
Starkes Comeback im zweiten Satz
Der zweite Durchgang begann besser für Kym. Der 23-Jährige erhöhte den Druck deutlich, spielte aggressiver und nutzte nach einem Doppelfehler von Gentzsch seine zweite Breakchance zur frühen Führung.
Trotz des Rückstands blieb der Deutsche ruhig. Mit seinen druckvollen Vorhandschlägen hielt er den Kontakt, auch wenn ihm eine frühe Möglichkeit zum direkten Rebreak zunächst noch verwehrt blieb. Kym überzeugte weiterhin mit seinem starken ersten Aufschlag und behauptete seinen Vorsprung.
Beim Stand von 4:3 gelang Gentzsch schließlich das verdiente Rebreak. Wenig später bot sich dem Deutschen bei 5:4 bereits der erste Championship Point, nachdem Kym einen Doppelfehler produziert hatte. Der Schweizer wehrte diesen jedoch ab und rettete sich in den Tiebreak.
Dort erwischte zunächst Kym den besseren Start und zog mit einem Mini-Break auf 3:0 davon. Gentzsch kämpfte sich jedoch zurück, holte sich das Mini-Break zurück und verkürzte auf 3:4. Wenig später erspielte sich der Deutsche seinen zweiten Championship Point und verwandelte diesen zum 6:4, 7:6(4)-Erfolg. Damit feierte der 22-Jährige seinen ersten Titel auf der Challenger Tour.
"Ich bin die ganze Zeit cool geblieben"
Nach dem Match sagte Gentzsch: „Ich bin einfach glücklich. Es sind ziemlich viele Emotionen dabei gewesen und ich freue mich einfach riesig, dass ich es jetzt geschafft habe und sich die ganze Arbeit ausgezahlt hat.“
Zum Schlüssel seines Erfolgs erklärte der Deutsche: „Ich bin die ganze Zeit cool geblieben, auch wenn ich mal ein Break hinten war, und habe einfach weitergekämpft, egal was passiert ist. Ich bin die ganze Zeit drangeblieben und am Ende hatte ich hier und da vielleicht auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, ich habe es mir mehr als verdient.“
In seiner Siegerrede bedankte sich Gentzsch zunächst bei seiner Familie und seinen Unterstützern. Besonders hob der Duisburger hervor, wie viel ihm der Titelgewinn in unmittelbarer Heimatnähe bedeutet. Dass so viele Freunde und Familienmitglieder vor Ort waren und er während der gesamten Turnierwoche jede Nacht zu Hause schlafen konnte, habe ihm sehr geholfen. Dadurch habe sich jeder Turniertag wie ein neuer Start angefühlt, was ihm viel Druck genommen habe.










