Beschäftigte in Cafés, Gaststätten, Restaurants und Hotels im Märkischen Kreis bekommen mehr Geld. Die Löhne in der Gastronomie steigen nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ab Oktober zunächst um 2,2 Prozent.
Mehr als sieben Prozent bis 2028
„Von der Köchin bis zum Kellner und von der Rezeptionistin bis zum Barkeeper haben Gastro-Beschäftigte mit einem Vollzeitjob damit ab sofort gut 60 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt Isabell Mura, Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen. Weitere Erhöhungen folgen jeweils im Januar der kommenden beiden Jahre. Insgesamt sollen die Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie nach Angaben der Gewerkschaft am Ende mehr als sieben Prozent beziehungsweise mehr als 195 Euro zusätzlich im Monat verdienen.
Mura verweist dabei auch auf die Mehrwertsteuer im Gastgewerbe, die zu Jahresbeginn von 19 auf sieben Prozent gesunken sei: „Die Beschäftigten bekommen damit endlich auch etwas von der Senkung der Gastro-Steuer ab – auch wenn sie darauf monatelang warten mussten“, sagt die NGG-Geschäftsführerin.
Auch Auszubildende profitieren
Auch die Ausbildungsvergütungen steigen. Auszubildende erhalten laut NGG seit Oktober 20 Euro mehr im Monat. Im August 2027 folgt eine weitere Erhöhung. Eine angehende Servicekraft im dritten Ausbildungsjahr kommt dann auf 1440 Euro monatlich.
„Vergleicht man das mit anderen Branchen, dann rangieren Gastro-Auszubildende im oberen Drittel“, sagt Mura. Die Gewerkschaft habe sich früh für höhere Ausbildungsvergütungen eingesetzt, um das Gastgewerbe für junge Menschen attraktiver zu machen.
Nach Angaben der NGG arbeiten im Märkischen Kreis rund 4070 Menschen in der Hotellerie und Gastronomie.









