Rund 40 Interessierte haben am Dienstagabend über die Zukunft des Bikeparks auf dem ehemaligen Freibadgelände im Grünetal diskutiert. Die CDU Plettenberg hatte zu einem offenen Gedankenaustausch eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen die inzwischen weitgehend brachliegende Anlage wiederbelebt werden kann.

In Halver entsteht ein neuer Bikepark. Er soll Ende September eröffnet werden.
Video: Jung

Erste Schritte haben Eltern und Großeltern bereits unternommen. In den vergangenen Tagen und Wochen schnitten sie einige Pfade frei, damit Jugendliche Teile der Anlage wieder befahren können.

Kay Hömberg, der den Bikepark vor rund zehn Jahren mitinitiierte und mitplante und Vorsitzender des RSC Plettenberg war, blickte bei dem Treffen auf die Entstehung der Anlage zurück. Heimische Bauunternehmen modellierten damals mit schwerem Gerät das Gelände. Ehrenamtliche übernahmen die Feinarbeiten, die Plettenberger Zimmerei Dieter Kahl baute die Rampen. Nach Hömbergs Angaben wurden rund 35.000 Euro in die Anlage investiert.

Zunächst kümmerten sich zahlreiche Freiwillige um die Pflege. Mit nachlassendem Engagement sei es jedoch zunehmend schwieriger geworden, den Bikepark in einem guten Zustand zu halten. Während der Corona-Pandemie kamen die Aktivitäten schließlich zum Erliegen. Der RSC löste sich auf, eine Wiederbelebung der Anlage blieb aus.

Bei dem Treffen diskutierten die Teilnehmer unter anderem über die Finanzierung, die dauerhafte Pflege und eine mögliche Trägerschaft durch einen Verein oder die Stadt. Zur Sprache kam außerdem die Idee, die Anlage um einen Pumptrack zu ergänzen. Damit verbunden ist die Frage, ob das ehemalige Freibadgelände langfristig der geeignete Standort dafür ist.

Einige Jugendliche demonstrierten, dass die Kicker im Bikepark noch funktionstüchtig sind
Foto: Hans-Jörg Dietz/LokalDirekt

Planung für Gewerbegebiet läuft

Entscheidend für weitere Überlegungen sind auch die Planungen der Stadt Plettenberg für das Gelände. Nach Ansicht der Teilnehmer wäre der Aufwand für eine Reaktivierung nur bedingt sinnvoll, wenn die Fläche lediglich für ein oder zwei Jahre zur Verfügung stünde.

Auf dem ehemaligen Freibadgelände sollen planungsrechtliche Voraussetzungen für ein Gewerbegebiet geschaffen werden. Vorgesehen ist dort eine „nicht störende gewerbliche Nutzung“, insbesondere für Kleingewerbe. Der Aufstellungsbeschluss wurde im Juli 2025 gefasst.

Konkrete Antworten auf die offenen Fragen gibt es bislang nicht. Nach Angaben aus der Runde nutzen derzeit etwa 15 Jugendliche regelmäßig die verbliebenen Teile des Bikeparks. Sie wollen sich gemeinsam mit Eltern und Verwandten an die Organisatoren des Treffens wenden und Möglichkeiten für eine Wiederbelebung der Anlage ausloten.