Bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern können ab Juli zusätzliche Kosten entstehen. Die Verbraucherzentrale NRW rät deshalb, vor dem Kauf genauer auf Versandland, Abgaben und Rückgaberegeln zu achten.

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Günstige Kleidung, Elektronik oder Haushaltswaren von Plattformen wie Temu oder Shein wirken oft wie Schnäppchen. Ab Mittwoch, 1. Juli, gelten jedoch neue Zollregelungen für Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW in Iserlohn hin.

Für Pakete mit niedrigem Warenwert können dann zusätzliche Abgaben anfallen. Eine eigentlich günstige Handyhülle könne dadurch schnell mehr als das Doppelte kosten, erklärt die Verbraucherzentrale.

Herkunft der Ware prüfen

Verbraucher sollten vor der Bestellung prüfen, woher die Ware tatsächlich verschickt wird. Viele Plattformen wirken wie europäische Shops, versenden aber aus Drittstaaten wie China. Hinweise können lange Lieferzeiten, fehlende Anbieterangaben oder auffällig niedrige Preise sein.

Auch ein deutschsprachiger Shop bedeutet nicht automatisch, dass die Ware aus der EU kommt. Ein Blick ins Impressum, in die Versandinformationen, die Widerrufsbelehrung und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann helfen.

Zusatzkosten im Blick behalten

Mit den neuen Zollregelungen können auch bei Kleinsendungen zusätzliche Kosten entstehen. Neben einer pauschalen Zollgebühr von drei Euro je Kleinsendung können je nach Produkt auch Einfuhrumsatzsteuer oder Verbrauchssteuer hinzukommen.

Zusätzlich berechnen Paketdienste bei steuerpflichtigen Sendungen häufig eine Auslagen- oder Servicepauschale. Bei der Deutschen Post liegt diese nach Angaben der Verbraucherzentrale zum Beispiel bei 7,50 Euro. Verbraucher sollten deshalb vor dem Kauf prüfen, welche Gesamtkosten entstehen können.

Daten und Rückgabe beachten

Bei Online-Bestellungen sollten Kunden nur notwendige persönliche Daten angeben und sichere Zahlungsmethoden nutzen. Werbeeinblendungen und personalisierte Angebote lassen sich häufig in den App- oder Browsereinstellungen reduzieren.

Bei Bestellungen außerhalb der EU können Rückgabe und Gewährleistung schwieriger sein. Rücksendungen ins Ausland sind oft teuer, zudem ist der Kundendienst nicht immer gut erreichbar. Das gesetzliche Widerrufsrecht innerhalb der EU greift nicht in jedem Fall. Daher kann ein Shop mit Versand aus der EU trotz höherem Kaufpreis am Ende günstiger sein.

Weitere Informationen

Hinweise zum Online-Shopping im Ausland gibt es bei der Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/node/6781. Informationen zu Einfuhrabgaben stehen unter www.verbraucherzentrale.nrw/node/62109. Weitere Hinweise gibt es beim Zoll unter www.zoll.de.