Zum zwölften Mal hat die AVU ihre „Krone“ an engagierte Vereine und Schulen aus der Region vergeben: 15 Projekte erhalten jeweils 2000 Euro. Die ausgezeichneten Vorhaben reichen von der Förderung des Nachwuchssports über Inklusion bis hin zu sozialen Projekten.
Sportvereine fördern Gemeinschaft
Grund zur Freude gab es dabei auch für die SpVg. Schwarz Weiß Breckerfeld: Der Verein gehört zu den fünf Preisträgern der diesjährigen AVU-Krone in der Kategorie Sport. Der Verein will das Geld in neue Trikots und Trainingsmaterial für den Nachwuchs investieren. Damit sollen Teamgeist, Fairness und Gemeinschaft im Vereinsleben gestärkt werden.
Auch die DJK Märkisch Hattingen investiert in neue Trainingsanzüge, allerdings für ihre ehrenamtlichen Trainerinnen, Trainer und Übungsleitende. Der TSV Ennepetal will mit das Preisgeld dafür nutzen, Menschen über den Sportplatz hinaus zusammenzubringen und insbesondere die tamilische Community sowie Frauen und Kinder für den Sport gewinnen.
Die Sportfreunde Niederwenigern haben mit viel Eigenleistung einen Treffpunkt für das gesamte Dorf geschaffen und wollen diesen mit einem Cateringbereich und neuen Sitzgelegenheiten weiter aufwerten. Die Turngemeinde Zur roten Erde Schwelm plant, mit dem Preisgeld älteren Menschen gemeinsame Ausflüge, unter anderem zur Landesgartenschau, an den Rhein oder zur Burg Altena zu ermöglichen.
Schulen setzen auf Tiere, Musik und Inklusion
Bei der Grundschule Volmarstein wird das Preisgeld in das Schulhühner-Projekt fließen: Ein neuer Stall, eine automatische Hühnerklappe, ein Futterautomat und eine Kamera sollen die Haltung verbessern und Kindern Verantwortung vermitteln.
Das Märkische Gymnasium Schwelm will mit seinem Orchester junge Musikerinnen und Musiker aus der Region zusammenbringen. Das Werner-Richard-Berufskolleg Wetter investiert in einen barrierefreien Waschplatz und höhenverstellbare Werktische für den Werkraum.
Die Städtische Realschule Gevelsberg beschäftigt sich mit Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung. Das Projekt „UNMUTE: Deine Stimme zählt“ verbindet Kunst, Musik und digitale Medien. Und die Grundschule Büttenberg in Ennepetal will das Geld für das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir!“ nutzen, das Kinder für ihre eigenen Grenzen sensibilisieren soll.
Hilfe für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen
Auch bei den fünf Projekten aus dem Bereich Kultur und Soziales stehen unterschiedliche Bedürfnisse im Mittelpunkt. Die Lichtschmiede Gevelsberg stellt „Sommerrucksäcke“ mit wichtigen Dingen wie Wasser, Sonnenschutz und Kühlmöglichkeiten für wohnungslose Menschen zusammen.
Der Heimatverein Wetter will mit seinem kostenlosen „Wetter-Bericht“ Geschichte, aktuelle Themen und Vereinsleben vermitteln. Die Gospelsisters-Haßlinghausen möchten mit neuen Lautsprechern und Mikrofonen bessere Voraussetzungen für ihre Auftritte schaffen, unter anderem in sozialen Einrichtungen.
Im Waldwerk Gevelsberg soll der Garten zum Lern- und Begegnungsort werden: Kinder säen, pflegen, ernten und kochen gemeinsam und beim Erntefest wird aus dem eigenen Gemüse ein gemeinsames Erlebnis. Die Alzheimer Gesellschaft Hattingen möchte das Preisgeld dafür verwenden, Menschen mit beginnender Demenz und ihren Partnern gemeinsame Ausflüge in die Natur zu ermöglichen.
Träris lobt Vielfalt des Engagements
Um die AVU-Krone 2026 bewerben konnten sich im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Juli gemeinnützige Vereine, Schulen und Initiativen mit Projekten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Über die Preisvergabe entschied ein zweistufiges Verfahren, das sich aus einer Jury-Vorauswahl und einem Losverfahren zusammensetzte: Zunächst prüfte eine Jury der AVU, ob die eingereichten Projekte alle Kriterien erfüllen. Bewertet wurde dabei unter anderem, ob die Vorhaben verständlich beschrieben, im selben Jahr realisierbar und originell sind sowie eine positive, regionale Strahlkraft für den Ennepe-Ruhr-Kreis besitzen. Alle Bewerbungen, die diese Hürde erfolgreich gemeistert hatten, landeten in einer Lostrommel. Im August entschied schließlich das Zufallsprinzip per Auslosung über die finalen Gewinner.
AVU-Vorstand Uwe Träris lobte bei der offiziellen Preisverleihung am Montag, 5. Oktober, die Preisträger: „Die Projektbeschreibungen sind beeindruckend und zeigen die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements.“ Die AVU-Krone sei daher mehr als ein Wettbewerb. Sie sei ein Dankeschön an alle, die mit Herz, Ideen und Einsatz Dinge ins Rollen bringen.











