Mehr Annahmetermine am Bauhof und ein zusätzliches mobiles Angebot: Die Gemeinde will die Grünabfallentsorgung deutlich ausweiten. Der Hauptausschuss sprach sich am Montag, 28. September, mehrheitlich für die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante aus. Damit steigen jedoch auch die Kosten um rund 75.000 Euro.

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Bislang können Bürger ihren Grünabfall samstags von März bis Oktober am Bauhof an der Hälverstraße abgeben. Künftig soll dieses Angebot bereits im Februar beginnen und bis einschließlich November laufen.

Zusätzlich soll dienstags ein sogenannter Hecklader eingesetzt werden. Das Fahrzeug soll vormittags an einem Standort und bei Bedarf nachmittags an einem weiteren Standort bereitstehen. Anders als bei einem herkömmlichen Container wird der Grünabfall im Hecklader gepresst, sodass größere Mengen aufgenommen werden können.

Deutlich mehr Grünabfall erwartet

Welche Auswirkungen das erweiterte Angebot haben könnte, erläuterte Kämmerer Jonas Douvré. Die Verwaltung rechnet damit, dass die jährlich angenommene Grünabfallmenge von derzeit rund 341 auf etwa 620 Tonnen steigt. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf gut 75.000 Euro. Wie viel Grünabfall tatsächlich abgegeben wird, lässt sich allerdings nur schwer vorhersagen. „Umso offener das System ist, desto mehr wird es auch genutzt", erklärte Douvré.

Eine noch umfangreichere Variante stand ebenfalls zur Diskussion. Diese hätte einen weiteren Abfuhrtag mit einem festen Container an einem Standort vorgesehen. Die Kosten wären allerdings noch einmal um mehr als 62.000 Euro gestiegen. Gleichzeitig rechnete die Verwaltung mit weiteren rund 150 Tonnen Grünabfall. Bürgermeister Christian Breddermann bezeichnete die nun ausgewählte Lösung als „guten Kompromiss."

Kosten werden auf alle umgelegt

Diskutiert wurde im Hauptausschuss auch über die Finanzierung. Jan Jellesma, Fraktionsvorsitzender der SPD, kritisierte, dass die Kosten für die Grünabfallentsorgung auf alle Bürger umgelegt werden – und damit auch auf diejenigen, die keinen Garten besitzen. André Krause, Fraktionsvorsitzender der CDU, stellte das System grundsätzlich nicht infrage. Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen für 2027 regte er allerdings an, zu überprüfen, ob sich die Gemeinde die zusätzliche freiwillige Leistung dauerhaft leisten könne.

Der Hauptausschuss stimmte der Erweiterung schließlich bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich zu.

Die Beschlussvorschläge für die Kanalbenutzungsgebühren und die Klärschlammbeseitigungsgebühren für 2027 passierten den Hauptausschuss anschließend einstimmig.