Der Ausbau der offenen Ganztagsschule (OGS) an der Grundschule Breckerfeld nimmt konkrete Formen an. Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am Dienstag, 23. Juni, stellte das Architekturbüro Kammel aus Hagen die Entwürfe für den geplanten Anbau vor.
Mit einem Anbau an das bestehende Grundschulgebäude will die Stadt frühzeitig die Weichen für den ab dem Schuljahr 2026/2027 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Primarbereich stellen. Schrittweise erweitert sich dieser Anspruch in den kommenden Jahren auf alle Jahrgänge, sodass ab dem Schuljahr 2029/2030 jedem Grundschulkind ein Platz zur Verfügung stehen muss. „Gemeinsam mit Schulleitung, OGS-Leitung und der Evangelischen Jugendhilfe als Träger haben wir ein tragfähiges Konzept entwickelt, um den künftigen Bedarf zu decken“, erklärte Bürgermeister André Dahlhaus den Ausschussmitgliedern.
Funktionale Planung für moderne Ansprüche
Kern dieses Konzepts ist ein Anbau, der neben neuen Aufenthaltsräumen auch eine großzügige, moderne Mensa vorsieht. Gleichzeitig soll ein neuer Lehrertrakt entstehen; der jetzige — das brückenähnliche Verbindunggebäude zwischen Grundschule und Pausenhalle — wird aufgrund seiner baulichen Substanz abgerissen.
Vertreter des Architekturbüros Kammel stellten die Entwürfe im Ausschuss vor und betonten: „Die Planung orientiert sich eng an den Bedürfnissen des Schulalltags.“ Der Neubau gliedert sich demnach in drei Ebenen: Im Erdgeschoss entstehen unter anderem Lehrerzimmer mit Teeküche und Archiv, ein Besprechungsraum, ein Sanitätsraum sowie das Schulsekretariat. Das erste Obergeschoss beherbergt die neue Mensa mit rund 150 Quadratmetern Fläche und etwa 90 Sitzplätzen sowie Küche, Lager- und Sanitärbereiche. Im zweiten Obergeschoss sind drei großzügige Gruppenräume vorgesehen. Die bisherigen Räume der OGS bleiben bestehen und sollen auch künftig weiterhin für die Betreuung genutzt.
Geschätzte Kosten: 4,6 Millionen Euro
Für das Anbauprojekt veranschlagt die Stadt insgesamt Kosten in Höhe von 4,6 Millionen Euro. „Dies ist zunächst eine Kostenschätzung“, erläuterte Dahlhaus. Eine genaue Kostenrechnung erfolge erst im weiteren Planungsverlauf. Im nächsten Schritt müssen nun die Ratsfraktionen über das vorgestellte Konzept beraten, bevor die Stadtvertretung am 7. Juli darüber abstimmt.









