Im September 2025 will die Polizei in einer Wohnung am Buckesfeld einen Haftbefehl vollstrecken. Sie findet den gesuchten Mann. Er liegt tot in seiner Wohnung. Schwere Verletzungen deuten darauf hin, dass der 46-Jährige getötet worden ist. Zweieinhalb Wochen später wird der mutmaßliche Täter in Ennepetal verhaftet. Ab Dienstag, 31. März, wird vor dem Landgericht Hagen gegen ihn verhandelt.
Zunächst sind vier Verhandlungstermine vorgesehen. Wie weiter aus Informationen des Landgerichts hervorgeht, wird dem 53-jährigen Mann Totschlag in der Nacht vom 19. auf den 20. September vorgeworfen. Die Mitarbeiter der Mordkommission waren ihm durch intensive Ermittlungen und die Auswertung technischer Daten auf die Spur gekommen. Der Verdächtige war der Polizei bereits vor der Tat bekannt. Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen sich Täter und Opfer nur flüchtig gekannt haben. Die Hintergründe der Tat sind unklar.
Die Anklage geht davon aus, dass die beiden Männer in der Wohnung kämpften. Dabei soll der Angeklagte zunächst mindestens fünfmal mit einem bislang unbekannten Gegenstand wuchtig gegen den linken Bereich des Hinterkopfes, mindestens zweimal gegen den Bereich des linken Auges und mindestens einmal gegen die linke Ohrmuschel des Opfers geschlagen haben.
Danach soll der Angeklagte den Bewusstlosen an Kopf und Oberkörper mit einem Messer attackiert haben. Bei zwei nahezu waagerechten Schnitten durch den Vorderhals des Opfers soll er die Halsschlagader und die innere Kopfschlagader bis zur Wirbelsäule durchtrennt haben.
Der 46-jährige Lüdenscheider soll aufgrund der Blutungen nach außen infolge der zwei tiefen Schnittwunden im Vorderhalsbereich in Verbindung mit einer Bluteinatmung gestorben sein.
Für die öffentliche Hauptverhandlung vor der 4. Strafkammer des Landgerichts Hagen als 1. Schwurgericht sind zunächst vier Verhandlungstermine angesetzt.











