"Die Erwachsenen nehmen sich bitte zurück, heute sind die Kinder und Jugendlichen gefragt und sollen den Ton angeben", machte Sabrina Lippert von der Gemeindeverwaltung direkt zu Beginn des Streifzugs klar.
Insgesamt elf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 19 Jahren fanden sich am Dienstag, 17. März, am Treffpunkt am Holensiepen ein. Erklärtes Ziel des Workshops: die Wünsche, Ideen und Verbesserungsvorschläge aufzunehmen. Und von diesen hatten die jungen Leute einige mitgebracht.
"Im Wald liegen Giftflaschen", meldete sich direkt ein Junge zu Wort. Und so ging es vom Treffpunkt aus quer durch Nachrodt. Begleitet wurden die Kinder und Jugendlichen von Sabrina Lippert, Stadtplanerin Lisa Hattwig und Praktikantin Ghazal Paktinat vom Dortmunder Planungsbüro "Stadtkinder" und Jörg Tybussek, sachkundigem Bürger der UWG.
"Es soll nicht nur um die Spielplätze gehen"
Im Rahmen des Workshops, so erklärte Sabrina Lippert im Gespräch mit LokalDirekt, soll "es nicht nur um die Spielplätze gehen. Vielmehr möchten wir wissen, wo die Kinder und Jugendlichen sich auf dem Gemeindegebiet gerne aufhalten - und welche Ideen oder Kritikpunkte sie haben." Die Maßnahme, so Lippert weiter, erfolgt im Rahmen der Städtebauförderung.
Bikepark, Schaukeln - und ein Trampolin
Die besagte "Giftflasche" entpuppte sich bei der Ortsbegehung als alte, braune Apothekenflaschen. Zu finden waren diese in einem beliebten Geheimversteck der Jugendlichen hinter dem Döner-Laden an der Hagener Straße. Besonders attraktiv wird dieser Ort durch die Gartenhütten, in denen man sich geschützt aufhalten kann. Einen Verbesserungsvorschlag hatten die Jugendlichen dennoch: einen WLAN-Zugang.
Und sie hatten noch mehr Ideen: mehr Liegebänke an der Rastatt und einen Zugang zur Lenneuferpromenade. Ein weiterer Wunsch der Jugendlichen für diesen Bereich ist ein Bikepark, außerdem fehle es dort an einer Eisdiele und einer Pommesbude.
Der Spielplatz am Nachrodter Feld soll, wenn es nach den Wünschen der Kinder geht, um einige Elemente erweitert werden - darunter ein Trampolin, eine Seilbahn, mehr Schaukeln und eine Kartbahn.
Weitere Ideen gesucht
Wer sich noch an dem Prozess beteiligen und eigene Ideen und Vorschläge einbringen möchte, hat hierzu noch bis zum 19. April die Gelegenheit - solange steht auf der Homepage der Gemeindeverwaltung noch das entsprechende Online-Portal zur Verfügung.
Abschließend soll von den Stadtplanerinnen eine Prioritätenliste mit Handlungsempfehlungen erstellt werden.











